Verzweigungen führen nach Paraguay

Vor genau 13 Jahren wurde Christian Schaerer (21) in Corrientes, Argentinien entführt. Obwohl Lösegeld gezahlt wurde, kehrte er niemals lebend zurück. Mit insgesamt 31 Festnahmen weist auch viel auf eine Beteiligung aus Paraguay hin.

Der 21. September 2003 sollte der letzte Tag in Freiheit von Christian Schaerer sein, bevor er im Stadtteil Las Tejas der Stadt Corrientes entführt wurde. 277.300 US-Dollar Lösegeld zahlte sein Vater Pedro, Ex Gesundheitsminister der Provinz Corrientes, der mit Haftbefehl in Argentinien gesucht wird, jedoch seit mehr als 15 Jahren in Paraguay lebt.

Die Übergabe des Lösegeldes erfolgte damals in Ciudad del Este, Paraguay, während Christian in Uruguayana, Brasilien, festgehalten wurde. Der Vater glaubt, dass sein Sohn in der selben Nacht getötet wurde. Der Leichnam wurde bisher noch nicht gefunden.

Die argentinische Justiz ist überzeugt davon, das Rodolfo Lohrmann, einer der Verantwortlichen war, da er sich ein Jahr vor der Entführung mit Vater Schaerer wegen 80.000 US-Dollar überworfen hat.

Wegen der Entführung des Jungen Schweizer Abstammung wurden der Anwalt Angel Barbieri und den Aufpasser Horacio Barczuk zu je 25 Jahren Haft verurteilt während Judit Alvarenga, als Sekretärin des Erstgenannten nur 8 Jahre erhielt. In einem zweiten Prozess wurden Raúl Salgán und Cristian Carro Córdoba, hauptsächlicher Helfer von Lohrmann, ebenfalls zu 25 Jahren Haft verurteilt. Weitere Verdächtige wie Gonzalo Adrián Acosta und Claudio Cornelli Belem, erhielten 16 Jahre und 12 Jahre. Im Mai diesen Jahres wurde der wichtige Zeuge Juan „El Francés“ Viarnes in Paraguay verhaftet. In den vergangenen 13 Jahren wurden somit 15 Personen zu dem Fall verhaftet.
Die argentinische Justiz schaffte es weder Lohrmann noch den Leichnam von Christian zu finden.

Im Jahr 2005 erhielt Schaerer die Information von einem ehemaligen Insassen aus Argentinien, dass sein Sohn in Villa Elisa begraben liegen soll. Durch die Mithilfe der paraguayischen Staatsanwaltschaft konnten zwei Exhumierungen vorgenommen werden, die klar stellten, dass es sich um Skelette einer 30-jährigen Frau und eines 40-jährigen Mannes handelte.

Pedro Schaerer sagte, “dass er glücklicherweise da nicht begraben war und er deswegen noch davon ausgehen kann, ihn eines Tages lebendig wieder zu sehen”.

Obwohl es keine Bestätigung dafür gibt, soll Christian Schaerer niemals nach Paraguay gebracht worden sein. Sein letzter bekannter Aufenthaltsort war und bleibt Uruguayana.

Quelle: Libres Te imforma

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