Asunción: Um eine Mehrheit im Senat zu haben muss die Colorado Partei ein Bündnis mit einer anderen Partei eingehen. Die Parteigruppe Frente Guasu, die fünf Vertreter hat von denen ständig vier Stimmen benötigt werden um auf 23 und somit die einfache Mehrheit zu kommen, scheint dafür gut geeignet.
Die von Fernando Lugo angeführte Gruppe hat jedoch vier Forderungen, die die ANR nur schwer erfüllen kann, ohne ihre Wählerschaft zu verärgern. In der Politik jedoch ist alles verhandelbar. Die Forderungen der FG sind die Verhandlungen mit dem Aluminiumtycoon Rio Tinto Alcan einzustellen, den Senatspräsidenten zu stellen, das Venezuelas Aufnahme in den Mercosur als legal anerkannt wird und einen Ministerposten in der Wahljustizbehörde.
Während der Senator Sixto Pereira als Verhandlungsberechtigter für die Frente Guasu antritt tuen es ihm die Kollegen der ANR, Lilian Samaniego, Julio César Velázquez und Rogelio Benítez für ihre Partei gleich.
Pereira erklärte, dass die vier Forderungen Horacio Cartes präsentiert wurden, da er zu entscheiden hat mit welcher Partei bzw. Parteigruppe ein Bündnis eingegangen wird. Eine eventuelle Freistellung von Senator Carlos Filizzola, wegen seiner Anklage zum Kauf von Hubschraubern stellt dabei kein Hindernis dar, da nur vier der fünf Stimmen notwendig sind. Über diese Bitte wird am morgigen Dienstag entschieden.
Horacio Cartes hält sich trotzdem ein Fenster zu anderen Parteien offen, um einseitig unter Zugzwang zu geraten. In 20 Tagen erst muss die Entscheidung darüber fallen, wenn die neue Legislaturperiode beginnt.
(Wochenblatt / La Nación)










Birdie2039
Falls die Frente Guasu Cartes dazu bringen sollte, Venezuela ungeschoren im Mercosur zu lassen, sollen ihnen nach inoffiziellen Quellen aus Venezuela gewaltige Dollarsummen zufließen.
Cartes würde einen Bock zum Gärtner machen.
Heiko
Wenn es um Macht und Geld geht, werden alle Anschauungen über den Haufen geworfen.