Villarrica ruft den Notstand aus

Am Donnerstag erklärte die Stadtverwaltung von Villarrica den Notstand aus Mangel an Trinkwasser. Die Hauptstadt im Departement Guairá leidet schon seit Jahren unter einem Mangel der lebenswichtigen Flüssigkeit, nun hat sich aber die Situation in den letzten Monaten drastisch verschlimmert.

Die Abgeordnete Olga López reichte den Vorschlag für die Erklärung ein und dieser wurde von der Stadtverwaltung genehmigt. Für 60 Tage wurde der Notstand erklärt, damit eine Versorgung der Bevölkerung, zumindest für dringende Bedürfnisse, sichergestellt ist.

Gustavo Navarro, der Bürgermeister von Villarrica, erklärte, das Problem sei durch das hohe Bevölkerungswachstum und fehlende Investitionen in den vergangenen Jahren entstanden. Er fügte an, das Wasser käme aus den Bereichen vom Fluss Tebicuary, erfülle aber nicht mehr die Anforderung, denn die Stadt wachse beständig. „Bürger, die an das Trinkwassernetz angeschlossen sind, bekommen auch nur von Zeit zu Zeit Wasser und es gibt keine Möglichkeit, neue Verbindungen zu installieren“, sagte Navarro. Er fügte aber an, es bestehe schon ein Plan, mehrere Brunnen in verschiedenen Teilen der Stadt zu erschließen und ein neues Wassernetz aufzubauen. In etwa acht bis zehn Jahren könnte das Problem gelöst sein, meinte der Bürgermeister.

„Es braucht eine Menge Investitionen, aber wir arbeiten daran“, betonte Navarro. Die gegenwärtige Einwohnerzahl von Villarrica beläuft sich auf etwa 69.000.

Quelle. Ultima Hora

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