Asunción: Das koloniale Leben der Hauptstadt war anfangs geprägt durch die Felder am Fluss. Es konzentrierte sich um die Kathedrale und dem Haus der Gouverneure. Immer weiter wuchs Asunción zur Millionenstadt, ob planvoll, sei dahingestellt.
Die ersten Stadtviertel, planmäßig zu benennen und anzulegen, geschah 1782 durch den Gouverneur Pedro Melo von Portugal. So zumindest belegen es Daten aus einem Buch über die Geschichte von Asunción, das sich im Nationalarchiv befindet. Die Gemeindeverwaltung hat das reproduzierte wertvolle Stück 1967 veröffentlicht.
Nach einem alten Stadtplan, erstellt von Don Ramón de César, war Asunción sehr einfach in sechs “Divisionen“ aufgeteilt. Die ersten dokumentierten Stadtviertel waren in der Anfangszeit: Samuhú-pere, Encarnación, Las Barcas, San Francisco, Plaza und Mercedes.
Asunción wuchs nun langsam kontinuierlich an. Weitere Namen von Vierteln kamen dazu, mit denen sich die Bewohner identifizierten.
Nach dem Triple Allianz Krieg (1864 – 1870) wurde in einem Gesetz aus dem Jahr 1882 die Stadt mit ihren kleinen “Dörfern und Vierteln“ in drei Bezirke aufgeteilt: Catedral und Recoleta, Encarnación und Lambaré, San Roque und Trinidad.
So kamen immer mehr Menschen in die Stadt. 1932 schon gab es sechs Bezirke, 1940 wurden durch ein neues Organisationsgesetz der Gemeindeverwaltung alle Stadtviertel besser erfasst.
1967 kam es zu einer neuen Reform, Encarnación, Catedral, San Roque, Recoleta und Trinidad wurden als Untergemeinden in die Stadtverwaltung integriert. Lambaré war damals nicht mehr enthalten weil es schon 1962 eine autarke Verwaltung hatte.
Nach mehreren weiteren Änderungen besteht Asunción derzeit aus 68 Stadtvierteln. Der Ballungsraum von der Metropole hat rund 1,9 Millionen Einwohner.
Quelle: ABC Color










