Ein Paraguayer begeistert die Diplomatie

Pilar: Wie ein Märchen begann die Karriere von Andrés Achucarro. Wie so viele vor ihm musste er Paraguay verlassen um sein Leben zu meistern. Aber es kam ganz anders als er dachte. Die Diplomatie ist nun seine Hauptbeschäftigung.

Eigentliche wollte Achucarro Arzt werden, dann aber verschlug es ihn in den Weg der Küche.

„Ich erinnere mich an die größte Inspiration meiner Mutter. Mit sieben Jahren war ich schon begeistert von ihren Schnitzeln. Das Rezept habe ich heute noch im Gedächtnis“, sagte Achucarro.

Er begann seine Karriere in Argentinien in einer Bäckerei und arbeitete nebenbei als Kellner. Der renommierte Küchenchef Daniel Ura erkannte sein Talent und förderte ihn weiter.

Dann wurde eine Stelle als Koch in der Botschaft von Portugal in Argentinien frei und nach mehreren Einstellungstests wurde Achucarro als bester Kandidat eingestellt.

„Nach einem Abendessen riefen mich die Verantwortlichen. Sie sagten mir, dass sie die Kreationen der Speisen sehr bevorzugten und ich bekam den Job“, sagte der Paraguayer.

Mittlerweile ist Achucarro dort zwei Jahre als Koch angestellt. Er wies darauf hin, dass die Botschafter Chipa lieben würden und diese sogar einfrieren, damit das Gericht immer präsent sei.

„Ich bin froh, dass alles so gekommen ist. Mittlerweile konnte ich Fuß fassen und alle Vorurteile ausräumen. Nun bin ich privilegiert und konnte zeigen was ich kann, andere aus Paraguay schaffen dies auch“, sagte Achucarro.

Quelle: 5dias

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4 Kommentare zu “Ein Paraguayer begeistert die Diplomatie

  1. Christian: das Wochenblatt übersetzt verschiedenen Artikkel von der Paraguayischen Presse. Meistens mord und totschlag+korruption, aber ab und zu kommen auch positive nachrichten vor. In den Sozialen Medien waren die Einheimischen sehr stolz auf Achucarro. In Paraguay – anders als in Europa – nicht alle haben die gleiche chance was zu erreichen, das wurde hier gewürdigt, jedenfalls habe ich die Kommentare in dieser Richtung gehen sehen.

  2. Diese “Erfolgsstories” kommen wohl oefter in den Zeitungen vor. Aber nicht jede Erfolgsstory ist auch wirklich erfolgreich zu Ende gelaufen.

    Eine junge Kollegin von mir im MOPC ist zum Studium nach Spanien ausgewandert und hat dort bei Verwandten gewohnt und angeblich auch geputzt und Baby-gesittet um das Ingenieurstudium zu bezahlen. Nach Beendigung des Studiums hat sie aber keine Arbeit dort gefunden und irgendwie in Spanien bei einer Veranstaltung den Minister kennengelernt, der die gleich verbal eine Arbeitsstelle in Paraguay zusicherte. Diese “Aschenputtel-Story” kam dann auch in die Zeitungen. Besagte junge Kollegin ist allerdings extrem unsympathisch und arbeitet(?) recht unauffaellig. Hat auch schon einmal Abteilung innerhalb des MOPC gewechselt – nicht aus finanziellen Gruenden.

    Und eine andere “Erfolgsstory” in den Zeitungen war, dass ein Paraguayer in Hannover eine Masterarbeit in Hydrogeologie absolviert hat. Soll wohl auch irgendeine These von einem bekannten Forscher widerlegt und bewiesen haben.
    Ich hab den mal in Hannover besucht. Er konnte so gut wie kein Deutsch und wurde tatkraeftig von seinem Betreuer unterstuetzt. Mein persoenlicher Eindruck damals war, dass der mehr feiern geht als forscht. Aber er hats geschafft. Bei seiner Rueckkehr nach PY war er auch gross in den Zeitungen hier und hat gleich eine ranghohe Stelle bei Yacyreta bekommen. Das Ende vom Lied ist, dass er nach 1,5 Jahren rausgeschmissen wurde, weil er seine verheiratete Kollegin im Buero gepoppt hat und das auch noch von einer Kamera aufgenommen wurde. (Kam auch in den Zeitungen, weil der Ehemann der Kollegin im Yacyreta-Gelaende sich selbst anzuenden wollte wegen der Tat). Besonders perfide ist, dass er, also unser Master-Absolvent, erst 2 Monate vorher erstmalig Vater geworden ist.

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