Vom Straßenverkauf in den Hörsaal: Rebecas Kampf für eine bessere Zukunft

Asunción: Rebeca López (26) verkauft mit ihrem Korb voller Chipa weit mehr als nur Tradition: Sie trägt Träume, Opferbereitschaft und Hoffnung bei sich. Als Mutter, Studentin und unermüdliche Arbeiterin spiegelt ihre Geschichte den Kampf vieler paraguayischer Frauen wider.

„Ich beginne meine Arbeit morgens um 02:00 Uhr, von Montag bis Montag, egal ob es kalt ist, heiß ist oder regnet. Aber ich habe ein klares Ziel und weiß, dass mein Opfer Früchte tragen wird. Das gibt mir die Kraft, jeden Tag weiterzumachen – alles ist es wert“, berichtete sie.

„Ich bin im letzten Jahr meines Studiums der Agrarwissenschaften an einer Privatuniversität. Ich habe eine vierjährige Tochter. Um 13:30 Uhr habe ich Feierabend, komme nach Hause, verbringe Zeit mit meinem Kind und gehe dann in die Fakultät, wo der Unterricht um 18:00 Uhr beginnt. Die Müdigkeit ist mir egal, ich sehe nur mein Ziel, eine Akademikerin zu werden“, erzählte López weiter.

„Ich stamme aus einer sehr bescheidenen Familie, wir sind fünf Geschwister. Meine Mutter war ebenfalls Chipera. Vor fünf Jahren starb sie bei einem Unfall; sie wurde angefahren, während sie arbeitete“, erinnerte sie sich mit großem Schmerz.

„Kurz bevor meine Mutter verstarb, fing ich an, in der Chipería zu arbeiten. Gott sei Dank unterstützen mich meine Kolleginnen sehr. Vor allem Señora María Ana motiviert mich zum Studieren und deckt mich immer ab, wenn ich Zeit für Uniaufgaben brauche“, fügte López weiter an.

„Ich schäme mich nicht dafür, Chipera zu sein. Dank meiner ehrlichen Arbeit verdiene ich sehr gut und kann mein Studium sowie den Unterhalt für mich und meine Tochter bezahlen“, drückte sie abschließend stolz aus.

Wochenblatt / Cronica

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