Asunción: Angesichts von Dürreperioden, hohen Temperaturen und extremen Wetterereignissen suchen landwirtschaftliche Erzeuger nach neuen Werkzeugen, um die Anpassungsfähigkeit ihrer Kulturen zu erhöhen.
In diesem Zusammenhang gewinnen Biostimulanzien auf Basis von Meeresalgen zunehmend an Bedeutung, da sie die physiologische Reaktion der Pflanzen verbessern und deren Ertragspotenzial fördern können.
Der Markt für Biostimulanzien in Lateinamerika setzt jährlich rund 1,2 Milliarden US-Dollar um. Brasilien ist dabei der wichtigste regionale Akteur und vereint fast 50 % dieses Segments auf sich.
Der Experte für Agrobiologie, Bruno Carloto, erklärte, dass aus Meeresalgen gewonnene Produkte bioaktive Verbindungen enthalten, die das Gleichgewicht der Pflanzen während des gesamten Produktionszyklus unterstützen.
„Sie sind eine hervorragende Quelle für Bioaktivstoffe, die den Pflanzen helfen, während des gesamten Zyklus ein hormonelles und physiologisches Gleichgewicht zu halten, und sie tragen stark zur Stressreduzierung bei“, betonte er.
Carloto wies darauf hin, dass der Einsatz dieser Produkte in Paraguay wächst – vor allem aufgrund der Notwendigkeit, widrigen Bedingungen zu trotzen, die die Entwicklung der Kulturen beeinträchtigen.
„Stressbedingungen gibt es immer, und genau da wird der Einsatz wichtig. Einer der Effekte betrifft das Wurzelwachstum: Je mehr Wurzeln die Pflanze bildet, desto mehr Nährstoffe und Wasser kann sie aufnehmen“, hob er hervor.
Carloto erklärte weiter, dass sie mit Algen aus dem Nordatlantik arbeiten. Dort werden die Ernte sowie die Extraktion der bioaktiven Verbindungen durchgeführt, um die Produkte für den landwirtschaftlichen Einsatz herzustellen.
„Es ist ein natürliches, nachhaltiges und qualitativ hochwertiges Produkt“, bekräftigte er.
Zudem stellte Carloto fest, dass der Einzug dieser Technologie in ganz Lateinamerika – von Mexiko bis in den Süden Argentiniens – voranschreitet. Dies passe zu einer Landwirtschaft, die nach mehr Effizienz und Nachhaltigkeit strebt.
In Bezug auf die Rendite betonte er, dass der Einsatz von Biostimulanzien ein Werkzeug mit großem wirtschaftlichen Potenzial für den Landwirt darstellt.
„Es ist so, als würde man einen US-Dollar investieren und das Vierfache herausholen, während man gleichzeitig eine Steigerung der Erträge erzielt“, so Carloto abschließend.
Wochenblatt / Megacadena















