Was man mit dem Geld für Planstellenbesetzer in der Wahljustizbehörde noch machen könnte

Asunción: Die Ausweitung des Jahresbudgets für die Wahljustizbehörde (TSJE) raubt eine exzellente Gelegenheit um die Infrastruktur im Land zu steigern. Von den 39,9 Millionen Euro bzw. rund 50 Millionen US-Dollar könnten Viadukte, Straßen, Sozialprojekte, Krankenhäuser und Schulen finanziert werden.

Während die nationale Wirtschaft ins bodenlose fällt und der Zoll seine Einnahmen verringert billigen die Abgeordneten eine Kostenvoranschlagsausweitung von 215 Milliarden Guaranies um 9.000 Planstellenbesetzer (Planilleros) zu zahlen, neue zu engagieren, die Einschreibung von Wählern im Ausland zu finanzieren sowie Bürogebäude in Madrid, Buenos Aires, Paris und New York entweder anzumieten oder zu errichten.

Anstatt dem Auslandswahlrecht zu viel Bedeutung einzuräumen bei der geringen Beteiligung (die Mehrzahl der Paraguayer ist illegal im Ausland, was die Teilnahme an der Wahl nicht ermöglicht) könnten notwendigere Sachen auf nationalem Territorium begonnen werden. Immer heißt es: „Es gibt kein Geld“. Das ist falsch es wird nur an Leute ausgegeben, die nicht dafür machen.

Gesetzgeber, die dafür stimmen, bitten danach um eine gewisse Anzahl an Stellen, um politische Freunde mit einem Monatslohn auszustatten, ohne einen Finger dafür krumm zu machen. Bestes Beispiel ist der Fußballklub von Juan Carlos Galaverna in Ypacaraí, dessen Fußballspieler alle als Helfer des TSJE eingeschrieben sind, monatlich Geld bekommen aber keinen Handschlag dafür tun.

Mit dem Geld könnten:

– 315 km Straßen gebaut und asphaltiert werden
– 774 km guten Weg ohne Asphalt geschoben werden
– 50 Viadukte (Brücken) konstruiert werden
– 4.320 einfache Häuser gebaut werden
– 2.150.000 Schulutensilien Kits bezahlt werden
– 76 Notfallstationen in Krankenhäusern mit neuester Technologie gebaut werden
– 860.000 Auszahlungen zu je 250.000 Gs. an arme Menschen vorgenommen werden
– 195.454 Laptops für Schulkinder gekauft werden
– 26.875.000 Mittagessen für Schüler gezahlt werden
– 1.000 Rettungswägen für das Land gekauft werden
oder
– 1 weiteres World Trade Center konstruiert werden
– 5 Großindustrieanlagen, die Arbeitsplätze schaffen eingeweiht werden
– 5 Hochhäuser mit je 8 Stockwerken gebaut werden
– 7 Supermärkte mit je 3.500 m² gebaut werden
– 6 Großmärkte wie der „Abasto Norte“ konstruiert werden
– 8 Hotels mit 5 Sterne Ausstattung gebaut werden
– 2 Banken mittlerer Größe mit Startkapital und Infrastruktur gebaut werden
– 413 neue Busse für den Stadtverkehr (Grundlage 120.000 US-Dollar pro Stück) angeschafft werden.

(Wochenblatt / Última Hora)

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4 Kommentare zu “Was man mit dem Geld für Planstellenbesetzer in der Wahljustizbehörde noch machen könnte

  1. Ja, Herr Paessler,
    Sie haben recht, aber solange es solche Beton- Koepfe
    in der Politik gibt. Wird sich nichts aendern. Schade,
    ich lebe gerne in Paraguay. Und wenn ich sehe, wie sich die Politiker, aus der Staatskasse bedienen..Als wenn das
    ganz normal ist, dann kommt schon grosser Zorn hoch.
    Meine Frau ist Paraguayerin und wir diskutieren , oft ueber das riesige Problem. Der Korruption in Paraguay .
    Man kann nur hoffen, das die heran wachsende Generation,
    etwas mehr an das Land und die Landleute denkt..
    Wie sagt man doch: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  2. Kontrollstrukturen braucht es. Bspw hat mir die Caminera eine Busse wegen Parkierens im Parkverbot gegeben. „Quanto“ frage ich. 240 Tausend Guaranies. Danach sagte der nette Polizist mit Sonnenbrille, dass es eigentlich 480 Tausend Guaranies koste, wenn ich aber bar ohne Quittung bezahle dann könne er mir zu den Tagessätzen von Summe 240 Tausend Guaranies mmm „abrechnen“. Habe dann gar nicht mehr nach einem Recibo (Quittung) gefragt.
    Sei es wie es ist, ob ich nun bezahlt habe oder nicht, dies sollte nicht möglich sein.
    Ein(e) nummerierte „Quittung/Strafzettel“ sollte immer ausgestellt werden müssen. Die ausgestellten Strafzettel sollten kontrolliert werden.
    Also solange es solche Lücken im System gibt, da wäre ich wohl der erste, der inoffiziell lieber 6 Mio. Guaranies monatlich verdient, statt den offiziellen 1,6 Mio Guaranies. Das ist doch menschlich, vor allem wenn es „der Andere“ auch tut? Müsste ich aber mit einer höheren Wahrscheinlichkeit der Aufdeckung solcher korrupter Machenschaften rechen, so würde ich es mir wohl zwei Mal überlegen.

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