Asunción: Wahlbetrug ist Wahlbetrug. Doch welchen Schadensersatz steht einem zu im Falle der Betrug kann bewiesen werden. Diese Frage wird nun einige Rechtsgelehrte beschäftigen. Der Betroffene ist schon tot.
Nelson Argaña, der Sohn des Ex-Vizepräsidenten Luis María Argaña, verklagt Rodolfo Max Friedmann (Vater von Senator Rodolfo Friedmann) und Ex-Präsident Nicanor Duarte Frutos (aktueller Yacyretá Direktor), wegen des eingestandenen Wahlbetruges bei den internen Wahlen der Colorado Partei am 27. November 1992, als das Doppel Wasmosy-Seifart gewann und das Doppel Luis María Argaña-Juan Bautista Ybáñez das Nachsehen hatte.
Argaña erklärt gegenüber der Presse, dass damals die Wahl mit mehr als 58.000 Stimmen für Wasmosy-Seifart ausging. “Wir haben die WhatsApp Abschrift in der Friedmann zugibt, dass Nicanor Duarte Frutos am Stimmenraub beteiligt gewesen war. Er war damals Pressechef der Liste 2, Wasmosy-Seifart und im 1. Heerescorps wurde der Betrug begangen“, Friedmann soll Juan Carlos Galaverna gegenüber per WhatsApp diese Äußerungen gemacht haben, im Auftrag von Lino César Oviedo agiert zu haben.
“Während der Wahl wurde der Wille des Volkes mißachtet und der Gewinner wurde ein anderer, mein geliebter Freund (Galaverna), doch dein Diskurs, dass du dafür verantwortlich bis ist eine Lüge. Ich schon, und heute bitte ich alle meine Parteikollegen um Entschuldigung, weil ich bei dem inkorrekten Akt beteiligt war“, so ein teil der Abschrift, die Nelson Argaña einreichte.
Der Sohn des Ex-Vizepräsidenten erklärte, dass der Schadensersatz von 2 Milliarden Guaranies, was etwa 289.000 Euro sind, an die Leber und Krebsstiftung gespendet werden soll.
Wochenblatt / Abc Color / Ñanduti










S. Treichholz
Was sind schon ein bisschen Wahlbetrügereien? Das ist doch normal bei hiesigen Wahlen. Selbst wenn ich dem Artikel entnehme, dass die Verantwortlichen schon ausfindig gemacht werden konnten, wurden sie höchstens zu täglich 8-stündigem Hausarrest verurteilt, den sie ja gut mit schlafen überbrücken können.