Wasserkraftwerk Yacyretá mit 15 Milliarden Schulden belastet

Asunción: Das zweitgrößte Wasserkraftwerk welches Paraguay mit einem Nachbarland teilt ist Yacyretá, im Süden des Landes, demnach mit Argentinien am Rio Paraná.

Da auch der Bau dieses stromerzeugenden Werkes von Argentinien gezahlt wurde, mit Hilfe der Weltbank, sind 50% in Ratenzahlung an das Nachbarland fällig.

Nach der 37-jährigen Bauodyssee kamen am 25. Februar 2011 die Präsidenten beiden Länder, Fernando Lugo und Cristina Fernandez Viuda de Kirchner zusammen, um einen Vertrag zu unterzeichnen, der die Schulden Paraguays von 17 auf 6 Milliarden US-Dollar senken sollte.

Der paraguayische Direktor der binationalen Körperschaft, Miguel Fulgencio Rodriguez, bestätigte heute Morgen, dass die Schuldenbelastung bei 15 Milliarden US-Dollar liege.

Gestern verteidigte dieser die Projektierung des kleinen Wasserkraftwerkes am 304 m breiten Seitenarm Aña Cuá. Diese stromerzeugende Anlage soll demnächst in die Bauphase eintreten und verursacht Kosten von 250 Millionen US-Dollar, die von Seiten Paraguays als Reserve fürs eigene Land angesehen werden.

Rodriguez sagte weiter, dass diese Regierung ernsthaft daran interessiert war Yacyretá zu beenden und es jetzt gilt die Rechnungen zu bezahlen. Die geforderten 17 Milliarden von Argentinien wären wie der nationale Kontrollrat bewiesen hat nicht haltbar.

Obwohl Paraguay mehr als ausreichend Strom mit Itaipú erzeugt ist es ebenfalls darauf angewiesen, die überschüssige Energie an Brasilien zu verkaufen. Der paraguayische Direktor fügte hinzu: „In der Zukunft ist mit einem Zuwachs an Verbrauch zu rechnen, den wir bei dem Aña Cuá Projekt mit einrechnen. Die Schuldenbelastung wird bis 2026 auf null sinken, versprach er.

Derzeitig bedrückt die Beziehung zwischen Paraguay und Argentinien ein Problem was auch mit Strom zusammenhängt. Paraguay wollte Strom aus seinem Kraftwerk Acaray nach Uruguay verkaufen. Da für den Verkauf die Megawatt durch argentinische Netze fließen müssen, erhoben die Argentinier eine Kommission die ungerechtfertigt hoch ist, entweder um das zu unterbinden oder kräftig daran zu verdienen wenn ihnen der Handel versagt bleibt.

Da sie Vizeministerin für Energie und Bergbau nichts mit ihren argentinischen Kollegen erreichen konnte, werden nun diplomatische Beziehungen genutzt, um das Problem zu lösen.

(Wochenblatt)

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3 Kommentare zu “Wasserkraftwerk Yacyretá mit 15 Milliarden Schulden belastet

  1. Ja Christiane, Du hast die Weltwirtschaft nicht richtig verstanden. Die Staatsreserven sind so hoch, weil die Staaatsbank grünes bedrucktes Papier (Dollar) in Unmengen aufgekauft hat, um den Rindfleischexport zu stützen. denn seit dem Dollar und Euro die galoppierende Schwindsucht haben, bekommen die Exporteure nicht mal den Erzeugerpreis für ihre Ware.
    Das hat nichts mit Dummheit in der Buchhaltung zu tun.

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