Wasserkrieg in deutscher Kolonie

Kolonie Independencia: Der Krieg um die lebenswichtige Flüssigkeit Wasser hat begonnen, zumindest in einer deutschen Kolonie. Wie er ausgeht ist noch ungewiss, aber alle Beteiligten kämpfen mit harten Bandagen.

In Calle Mil, bei Melgarejo, ist der Streit entfacht worden, weil die Grundgebühr für 10.000 Liter Trinkwasser von 15.000 auf 20.000 Guaranies angehoben wurde, von heute auf morgen.

Mario Benitez ist Mitglied in der Wasserkommission. Er begründete die Anhebung. „Wir haben keine Rücklagen. Erst vor einem Jahr wurde ein neuer Wassertank aufgestellt. Die Investitionen dafür mussten über Schulden erfolgen. Sie sind nun aber abgezahlt. Ebenfalls finden keine Veranstaltungen, wie Grillfeste, statt. Bei denen haben die Nutzer mitgeholfen und so kam Geld in die Kommission herein. Keiner will aber so etwas mehr durchführen“, erklärte Benitez.

Die Konsumenten sind verärgert. „So einfach den Betrag zu erhöhen ist nicht richtig. Dazu muss eine Genehmigung aus Asunción vorliegen. Ich zahle 8.000 Guaranies an Stromgebühren im Sozialtarif des staatlichen Versorgers ANDE. Nun soll ich mehr als das Doppelte im Monat für das Wasser bezahlen. Das geht nicht einfach so“, sagte Francisco Peralta, ein Betroffener in Calle Mil.

Am vergangenen Mittwoch wurde eine Versammlung der Wasserkommission einberufen. Sie fiel wegen dem schlechten Wetter ins Wasser. Noch ist kein neuer Termin bekannt.

Wochenblatt / Foto: Archiv

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