Weder Engel noch Teufel

Ypacaraí: Bei strahlendem Sonnenschein und einem leckeren Asado lässt sich Juan Carlos Galaverna zu einem neuen Lebensjahr beglückwünschen. Die Gästeliste ist wie in den Vorjahren wirklich lang. Die Demonstrationen gegen die 23 Gesetzgeber beeinträchtigt bei diesem Fest niemand die Stimmung, wenn auch Galaverna auf der „richtigen Seite“ stand. Seine Gäste oder deren Anhänger gehören teilweise der anderen Gruppe an, die Bogado Schutz verschaffte. Aus diesem Grund sind bei Fleisch und Bier alle einer Meinung: Die 23 sind keine Teufel wie die 22 keine Engel sind.

So überzeugend diese Worte auch sein mögen, finden sie bei Demonstranten kein Gehör, da weiterhin mehrere Aktivitäten geplant und durchgeführt werden. Der Protest hat keineswegs an Schwung verloren, im Gegenteil, er nahm noch zu. Selbst auf der iberischen Halbinsel wurden die Leser der Zeitungen über die Missstände im Land aufgeklärt, ganz abgesehen von der Region.

Mit Abstand am aggressivsten antwortete Abgeordneter Carlos Portillo den Menschen auf der Straße. Er riet gestern denen, die an den Parlamentariern zweifeln, sich in die Fluten des Rio Paraná zu stürzen. Seine Wiederwahl scheint nun gefährdet.

Allerdings sind auch Schlagzeilen wie „Bogados Kindermädchen Gabriela Quintana Venialgo bekommt 34,5 Millionen Guaranies Abfindung von Itaipú“ daran schuld, dass der Protest nicht einschläft. Denn genau dieser zweite verbotene Lohn war es, der den Stein des erst ins Rollen brachte, denn Quintana war niemals da zur Arbeit erschienen.

(Wochenblatt)

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4 Kommentare zu “Weder Engel noch Teufel

  1. Hier wird sich zeigen wie stark eine Demokratie ist.Den mutigen Leuten auf der Straße gehört Mut und Zuversicht zugesprochen.Ganz besonders vom Präsidenten und Landesvater er sollte sich soweit es seine Lage erlaubt den Demonstranten mit bedachten Worten sein Wohlwollen ausdrücken.Klar wird das sehr schwer für Ihm sein aber es ist sein Volk und nicht die paar Mafiosies.Diesem Carlos Portillo spreche ich jede aber auch jede Politische Feinfühligkeit ab , das was er geäußert hat grenzt doch wohl sehr an Menschenverachtung.Gerade deshalb und überhaupt stelle ich für alle Demokratien oder die sich so nennen die Forderung nach einen unabhängigen Gremium aus allen Bevölkerungs Schichten die über Senatoren und Abgeordnete das letzte Wort haben,nicht über die Politische Arbeit der Damen und Herren sondern über ihre Straftaten und die sich selbst zu gesprochene Immunität.Sie sind Diener des Volkes! Das beste Beispiel ist ein Buttler( Volksvertreter,Senatoren,Abgeordnete)und sein Arbeitgeber (DAS VOLK)ein Buttler verwaltete,ordnet,macht die Bücher hält alles in Schwung daß, das Haus in Schwung bleibt nimmt seinen Herren viel Arbeit ab, ebend ein Manager der durch seine Stellung sehr viel verdient und ein hohes Ansehen hat.Aber der Herr des Hauses bleibt der Arbeitgeber in diesen Fall das Volk und wenn so eine achtens werte Person Diebstahl oder Andere Verfehlungen begeht so wiegt dieser Vertrauensbruch schwerer als aller anderen Bediensteten und der Herr entläßt Ihn in Schande und mit Strafverfolgung.So denke ich lasse mich aber gerne eines besseren Weges belehren.

  2. Ein Butler, mit einem r, ist der englische Ausdruck für Diener. Also eine Person, die einer anderen Person oder einer Gemeinschaft dient, also nützlich ist.

    Das kann man allen 55 Senatoren absprechen !!
    Weder dienen sie noch sind sie nützlich.

    1. Der Eindruck, sie seinen nicht nützlich und handelten nach eigenem Gut dünken (ggf. auch gegen das Volk), entsteht, weil das Volk, nach seiner „Stimmabgabe“, keinerlei wirkliche Kontrolle mehr ausüben kann. Wenn wahr ist, dass alle Macht vom Volke ausgeht, dann muss das Volk auch in der Lage sein, „unnütze Figuren“ (das sind auch solche, die gegen die Interessen des Volkes entscheiden) zu jeder Zeit abzuschalten, also durch Mehrheitsbeschluss aus dem Amt zu jagen. Die derzeitige Regelung, dass diese Jungs als Berufspolitiker Jahre in festen Sätteln sitzen, stellt sich als großer Fehler des Systems heraus.

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