Wenn Antibiotika versagen: Paraguay rüstet sich gegen die globale Gefahr der Supererreger

Brasilia: Die medizinische Wunderwaffe stumpft ab: Was passiert, wenn vertraute Medikamente plötzlich wirkungslos bleiben? Während die Welt noch die Lehren aus vergangenen Pandemien zieht, braut sich im Stillen eine weitaus gefährlichere Bedrohung zusammen – die Ausbreitung sogenannter Supererreger. In einer konzertierten Aktion mit seinen Nachbarstaaten geht Paraguay nun in die Offensive.

Mit dem Beitritt zu einem neuen regionalen Forum in Brasilia setzt das Land ein klares Zeichen gegen den unkontrollierten Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin und Tierzucht. Der neue Fahrplan 2026–2030 ist mehr als nur Bürokratie; er ist ein überlebenswichtiger Schutzwall gegen eine Zukunft, in der harmlose Infektionen wieder zur tödlichen Gefahr werden könnten.

Im Zuge dessen fand die 1. Internationalen Konferenz über antimikrobielle Resistenzen der Regionen Amerika und Karibik in Brasilia statt. Vor Ort war eine nationale Delegation des Gesundheitsministeriums, der nationalen Gesundheitsüberwachung (Dinavisa), des nationalen Dienstes für Qualität und Tiergesundheit (Senacsa) sowie des Ministeriums für Umwelt und nachhaltige Entwicklung (Mades).

Damit setzt Paraguay sein Engagement im Kampf gegen antimikrobielle Resistenzen fort – mit einem multisektoralen und integrierten Ansatz nach dem Modell “Eine Gesundheit“ (One Health)“. Dieses wichtige Treffen ermöglichte den Erfahrungsaustausch, Dialoge und Verpflichtungen zur Bekämpfung der antimikrobiellen Resistenz (AMR).

Im Namen des Nationalen Technischen Komitees zur Bekämpfung von AMR unseres Landes nahmen Vertreter aus dem Bereich der menschlichen Gesundheit teil: Dr. Viviana de Egea (Koordination des Komitees), Dr. Nancy Melgarejo (Zentrallabor für öffentliche Gesundheit), Dr. Hernán Rodríguez (Dinavisa); sowie aus dem Bereich Tiergesundheit Dr. Gertrudis Martínez (Senacsa) und für das Umweltministerium Ing. Allison Ferreira.

Während des Treffens fanden Sitzungen statt, die darauf ausgerichtet waren, gemeinsames Lernen und den Wissensaustausch für tiefgehende technische Debatten zu fördern. Ziel war die Konsensbildung, die in der Entwicklung eines regionalen, multisektoralen Fahrplans gipfelte. Dieser umfasst Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle von AMR für den Zeitraum 2026 bis 2030.

Wochenblatt / IP Paraguay

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