Asunción: Die Nationalpolizei gab bekannt, dass es in Paraguay derzeit 248 aktive Fälle von vermissten Personen gibt. In diesem Zuge kündigte sie die Einführung der “Alerta MAFE“ (MAFE-Alarm) an – ein neues Protokoll, das darauf abzielt, die Suche zu beschleunigen und die Koordination zwischen den beteiligten Institutionen zu verbessern.
Laut dem Vermisstenregister gingen im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 insgesamt 1.020 Anzeigen ein, von denen 772 gelöst werden konnten. Unter den noch offenen Fällen befinden sich 16 Kinder, 78 Jugendliche und 154 Erwachsene, wie der Leiter der Dienststelle, Offizier Ramón Vera, mitteilte.
Das System ist seit gestern, dem 13. Juli, betriebsbereit und stellt sicher, dass Vermisstenanzeigen unverzüglich an die Abteilung für Personensuche und -lokalisierung weitergeleitet werden, um die entsprechenden Maßnahmen einzuleiten.
Kommissar Felipe Figueredo erklärte, dass die Initiative die Reaktionszeiten durch eine direkte Kommunikation zwischen den Polizeistationen, der Staatsanwaltschaft und den Spezialeinheiten verkürzen soll.
Die Bezeichnung “Alerta MAFE“ wurde zu Ehren von María Fernanda Benítez gewählt. Die 17-jährige Jugendliche aus Coronel Oviedo war im Jahr 2025 verschwunden und später leblos aufgefunden worden.
Die Behörden teilten ferner mit, dass die Ermittlungen im Fall der vermissten zweijährigen Magnolia Bustos Rojas fortgesetzt werden. Angesichts des Verdachts, dass das Kind außer Landes gebracht worden sein könnte, hat die Polizei eine gelbe Ausschreibung bei Interpol sowie einen internationalen Haftbefehl gegen den Vater des Mädchens beantragt.
Wochenblatt / adn digital















