Wie die Vorwahlen ausgingen

Asunción: Der gestrigen Wahlsonntag brachte einige erstaunliche Ergebnisse neben dem Einsatz von Polizei um Stimmkäufer dingfest zu machen. Denn diese waren allerorts im Einsatz, wenngleich ihre Taten nur schwer beweisbar sind.

In Asunción gewann der aktuelle Bürgermeister Óscar Rodriguez, der für HC an den Start ging. Im Oktober muss er sich bei den Bürgermeisterwahlen dann seinen Kontrahenten aus den anderen Parteien zu Wahl stellen. Seine Kontinuität scheint jedoch jetzt schon sicher.

Für die Liberalen ging Eduardo Hirohito Nakayama Rojas als einziger Bürgermeistervorkandidat an den Start und wurde damit bestätigt. Er möchte, dass die komplette Opposition ihn unterstützt, umso Rodriguez’ Posten zu bekommen.

In Lambaré hingegen verlor die HC Kandidatin Blanca Agüero mit 26,6 Prozent bei den Colorados und Agustín González Dans setzte sich mit 50 Prozent der Stimmen durch. Bei den Liberalen der Stadt gewann Eduardo Molinas mit 38 Prozent, der unabhängig von allen Bewegungen seiner Partei ist.

In Ciudad del Este setzte sich bei den Colorados der Abgeordnete Ulises Quintana als Kandidat durch, was aufzeigt, dass man an dem Ex-Häftling weiterhin festhält. Auf ihn wird der aktuelle Bürgermeister Miguel Prieto (unparteilich) als Gegner warten, der auch sehr beliebt ist.

In Encarnación setzte sich bei den Colorados César Rojas mit 9.000 Stimmen mehr durch vor seiner Mitbewerberin Erika Silvero. Bei den Liberalen der Stadt wurde der aktuelle Bürgermeister Luis Yd bestätigt, der im Oktober die Wiederwahl sucht.

Im zentralen Chaco kam es zu keinen großen Überraschungen und so gewann der gemeinsame Kandidat von Concordia Colorada, Víctor Lovera, mit 60 Prozent der Stimmen über Sonia Schellenberg mit 18 Prozent, die die ANR Bewegung Participación Republicana repräsentierte.

In Loma Plata gewann Ernst Giesbrecht für die Bewegung Concordia Colorada über Harold Bergen.

In Mariscal Estigarribia setzte sich Hugo Lezcano gegen Aníbal Nuñez durch und in der neuen Stadt Boquerón (Neuland) wurde Elmer Vogt, von Concordia Colorada mit 93% der Stimmen als einziger Kandidat bestätigt.

Neben den Resultaten nahm die Polizei auch einen Stimmenkäufe vor einem Wahllokal fest. Eine Anklage scheint aber in weite Ferne gerückt, da selbst das Wahlgericht bestätigte, dass Stimmenkauf nicht beweisbar wäre. Des Weiteren gab es einige Wahlcomputer die einfach nur einen Kandidaten zuließen, was jedoch gemeldet wurde. Nach dem Tausch der Apparate lief dann alles wieder normal.

Wochenblatt

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2 Kommentare zu “Wie die Vorwahlen ausgingen

  1. Die wahlcomputer werden am ende dafür sorgen, dass immer der richtige kandidat gewinnt. Das wird so eine art projekt sein weil ja auch gerade jetzt in der angeblich gefährlichen pandemie x menschen auf die selben paar tasten und den gleichen bildschirm drücken zu lassen. Genau wie der bankomat wäre das dann ein gemeinschaftssmartphone und die perfekte anti hygiene bei gleichzeitig täglichem sermon wie wichtig doch diese hygiene sei.

    1. Gehe auch stark davon aus, dass die Wahlergebnisse in der Software ganz leicht gehackt werden können um die Ergebnisse zu korrigieren. Würde mich dann auch nicht bei der paraguayischen Rechenkunst wundern, wenn die ausgezählten Stimmen über 100 % der abgegebenen Stimmen erreichen.

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