Wie man aus Plastikmüll ein vorzeigbares Haus baut

Capiatá: Studenten erbauten vor einem Jahr ein Modellhaus im Ortsteil San Antonio, wo mehrheitlich recycelter Plastikmüll zum Einsatz kam. Wie schön und günstig das kleine Haus wurde – samt aller Details – sehen sie hier.

Die 9.000 benutzten Ziegel, aus einer Kunststoffmischung hergestellt wurden, sorgen dafür, dass im Haus die Temperatur konstant angenehm bleibt. Im Winter braucht man nicht heizen und im Sommer reicht auch ein Ventilator. Das Modellhaus hat 37 Quadratmeter ist jedoch bis auf 90 Quadratmeter ausweitbar. Nach einem Jahr im Belastungstest nahe eines Baches und ohne besonderen Feuchtigkeitsschutz zeigte die Plastikmischung aus alten Kunststoffbeuteln, Flaschen und Kabelisolierung seine Vorteile.

Die Bewohner Cinthia Carolina Espínola und Américo Arrúa hatten zu Beginn Angst in einem Haus zu leben, welches aus recycelten Materialeien gebaut wurde.

Die Ingenieurin Carolina Aquino war für die Fertigung der Materialien zuständig, die einerseits Müll beseitigen und andererseits ein Wohnraumdefizit dezimieren könnten.

Die Kosten für das Haus mit Blindex Verglasung lagen bei rund 40 Millionen Guaranies, also knapp über 1 Million Guaranies pro Quadratmeter. Was halten Sie von dem Entstandenen?

Wochenblatt / Última Hora

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4 Kommentare zu “Wie man aus Plastikmüll ein vorzeigbares Haus baut

  1. wenn es ein zementdach und ein ordentliches fundament hat ist der preis in ordnung, man lebt halt im abfall, aber für paraguayer ist das kein problem hier auf dem land gibt es schlechtere häuser.
    abfallvermeidung währe die bessere idee.

    1. Abfallvermeidung ist eine gute Idee, das betrifft vor allem den menschlichen Abfall, den Deutschland nach Paraguay exportiert.

  2. Stefan Krasulsky

    Reply

    Schönes Ding! In PY kann man für weniger als 200€/m^2 bauen. In Gelmoney bekommt man dafür bestenfalls 0,1m^2. Die Frage ist nur, wie lange hält die Plastikmischung? So ab 100 Jahre aufwärts wird es interessant. Aber die Architektenskizze überzeugt mich schon jetzt.

  3. Ja, es wird einen guten Feuchtigkeitsschutz bieten – die Feuchtigkeit bleibt nämlich drinnen. Da muss dann ein Entfeuchter, Klimaanlag usw. ran, sonst atmet man permanent seine eigenen Ausdünstungen ein.
    Ist aber gut zum Reinigen. Da kann man, wie hier üblich, mit dem Wasserschlauch drinnen den Boden ausspritzen, die Tür öffnen und mit einem Wasserschieber den ganzen Müll, der sich die Woche über angesammelt hat, rausschieben. Dann muss man aber schnell die Tür schließen und die Aire anschalten, weil es sonst zu heiß drinnen wird.

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