Asunción: Das Thema der Spritpreise scheint total in den Hintergrund geraten zu sein. Obwohl der internationale Rohölpreis in den Keller gefallen ist, regt sich darüber keiner mehr auf.
Es dürfte sicherlich noch vielen in Erinnerung sein, wie letztes Jahr die Trucker eine Machtdemonstration abhielten und dabei viele Fernstraßen im Land wegen den hohen Kraftstoffpreisen sperrten. Sogar die Busunternehmen stellten daraufhin für fast 24 Stunden ihren ganzen Betrieb im Land im Fernverkehr ein.
Aktuelle lag der Ölpreis auf dem Weltmarkt am gestrigen Mittwoch bei Brent 84,29 USD und WTI 77,64 USD. Im Juni letzten Jahres mussten die Händler noch 110 USD (WTI) für ein Barrel bezahlen. Zugegeben, der Trend zeigt wieder nach oben, aber trotzdem müssten die niedrigeren Einkaufspreise längst an den Tankstellen zu sehen sein. Jedoch Fehlanzeige.
Was aber am meisten auffällt, ist, dass keiner der Gewerkschaften aus dem Transportsektor wie Busunternehmer, Taxifahrer, Anbieter von Transportplattformen wie Uber oder Spediteure auf die Barrikaden geht und eine Protestaktion initiiert.
Selbst Tankstellenbetreiber berichteten, dass die Preise eigentlich an den Zapfsäulen massiv sinken müssten, jedoch gibt es dafür keine Anzeichen.
Die Frage ist, warum ist es so still um dieses Szenario? Hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, dass die möglichen Proteste gegen die Spritpreise durch “politische Interessen“ im Hinblick auf die Präsidentschaftswahlen “unterdrückt“ werden. Wie dies aussieht dürfte klar sein, die Sektoren erhalten wohl Zuwendungen, während er Verbraucher an der Zapfsäule auf der Strecke bleibt.
Übrigens ist dies das gleiche Thema bei dem Flusstransporten. Während die Reedereien letztes Jahr argumentierten, dass die Beladung sich um ein Drittel aufgrund der niedrigen Pegel verringert habe und dadurch höhere Kosten entstehen, ist das Niveau vom Paraguay-Fluss Anfang der Woche um 20 cm angestiegen. Ob sich nun die geringeren Frachtkosten über die Flüsse auch bei den Endverbrauchern auswirken sei dahingestellt. Es dürfte eher nur ein Traum bleiben.
Wochenblatt











Zentralsüdamerikanische Republik
Vor allem, es gibt Straßen, alle 500 Meter ein offizielle Tanke und zwischendrin mindestens zwei Händler, die am Straßenrand in 10 Liter Wasserbehältern Benzin zu 1/3 billiger verkaufen. Nicht nur, dass man dort beim Vorbeifahren nicht unbedingt die Kippe zum Autofenster rausi werfen sollte, sondern erstaunt es mich immer wieder, warum keiner der offiziellen Tanken etwas dagegen hat. Die Polizeistationen sind auch noch dazwischen, aber da scheint auch keiner rausi zu wollen tagsüber und nach Feierabend habens auch kene lust mehr etwas zu sehen.
Warum hierzulande keiner mit dem Preis runter geht ist klar, die haben keinen Wettbewerb hier und denn Korrupten vom Staat solls ach recht sein. Gewerkschaften, Busse, Taxis usw. haben schon lange eine Lösung des Problems gefunden: Schmuggel aus Argentinien abzüglich ein wenig Coima an die Oficiales. Für den Paragauy-Comun ist der Spritpreis eh immer gleich – er tankt immer für 10.000 PYG.
Gamma Ray
Der Gewöhnungseffekt. Und es gibt kein Wettbewerb hier. Warum sollen die Mineralölhändler also runter mit den Preisen, wenn das Produkt so oder so gekauft wird und überall gleich kostet?
Der Verbraucher macht ja hier leider alles mit und zu boykottieren oder zumindest die Ausgaben zu reduzieren kommt natürlich nicht in Frage. Am Anfang wird gejammert, dann ist alles gut.
Petra Lauer
die Streike der LKW Fahrer haben nix gebracht. Die Bude und die Taxis haben die Preise erhöht. Der Bürger zahlt wie überall auf der Welt….
Asgard980
Weil der größte teil der Menschen wie Kinder sind .Sie lehnen sich auf, bekommen Druck und akzeptieren es. Menschen damit es richtig verstanden wird, brauchen zu 90% Führung! Dann fühlen sie sich wohl selber Entscheiden und Denken führt nur zu Innerer Unruhe . Darum ist in sogenannten Diktaturen Bildung und aufstrebende Wirtschaft sowie Wissenschaft immer Fortschritt. In sogenannten Demokratien ist Bildung, Wirtschaft, Wissenschaft Stillstand es sei denn sie geht mit Interessen Korrupter Mächtiger einher dann kann es auch da zu etwas Fortschritt kommen aber leider nicht für Alle eins Volkes sondern nur für Amigos und Vettern. Der Rest zahlt drauf. In sogenannten Diktaturen weis Jeder wo er dran ist in sogenannten Demokratien ist es Heute so Morgen ganz Anders Gewinner sind immer die Skrupellosen ohne Ehre und Anstand! Unter Alfredo Stroessner würde der Diesel Preis gedeckelt sein zum Wohle Aller!!! Die im Supermarkt die hohen Preise der Korruption mit bezahlen müssen weil Alle Transporte über LKWs laufen und der Spediteur die Sprit Preise weiter geben muss. Rentner Campesinos bekommen 550000 Guarani im Monat ein Liter Milch kostet 6000 Guarani. Sie müssen Hungern wenn sie kein bisschen Land haben wo sie in Alten Tagen noch schuften müssen um etwas zu Essen anzubauen. Dann sind da noch die Banditen die auch teilweise aus Not Banditen sind ihnen die Früchte vom Feld klauen. Nein ihr Daumen nach unten Ignoranten das hätte es bei Alfredo Stroessner nie gegeben!!!