“Wir müssen etwas Dringendes tun“

Ayolas: Sergio Lanziani, Energiesekretär von Misiones, Argentinien, warnte vor der beschleunigten Nachfrage im Energiesektor. Er prognostizierte, dass in den nächsten zehn Jahren 25% des gesamten von Yacyretá erzeugten Stroms verwendet werde. „Wir müssen etwas Dringendes tun“, sagte Lanziani.

Das binationale Wasserkraftwerk Yacyretá erzeugt pro Jahr 20.000 Gigawatt / h, die Hälfte für Paraguay und die andere für Argentinien. „Wir verbrauchen 2.600 GWh in Misiones, in zehn Jahren wird die Marke von 5.000 GWh überschritten werden. Das heißt, wir werden 50% von dem verwenden, was für ganz Paraguay gedacht ist. Es muss dringend etwas getan werden“, erklärte Lanziani.

„In den vergangenen Jahren kam es zu eklatanten Fehlern. Die jährliche Nachfrage bei der Energie steigt um 6%. Wenn nicht heute die Energie zur Aufrechterhaltung unserer wirtschaftlichen und sozialen Aktivität reicht, wird es in 10 Jahren schwierig sein, die doppelte Nachfrage zu decken. Vor allem bei Spitzenzeiten im Sommer“, betonte Lanziani.

60% der von Argentinien verbrauchten Energie wird durch die Verbrennung von Kohlenwasserstoffen erzeugt. 34% stammen aus Wasserkraft und 6% sind Atomkraft.

Argentinien setzt auf erneuerbare und alternative Energien, insbesondere bei der Solar- und Windenergie. „Die Menschen haben aber ein falsches Konzept von dessen, was wirklich in der Welt passiert. Sie denken, dass es billiger ist, weil Sonne und Wind frei sind, aber sie vergessen, dass sie nur verfügbar sind, so wie die Natur entscheidet“, erklärte Lanziani.

2017 produzierte Yacyretá 20.828 GWh, davon wurden 19.591, mehr als 96%, an das argentinische Verbundsystem SADI geliefert. Es wird geschätzt, dass das paraguayische-argentinische Wasserkraftwerk derzeit 16,4% der von allen Argentiniern verbrauchten Energie deckt.

Wochenblatt / ABC Color

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6 Kommentare zu ““Wir müssen etwas Dringendes tun“

  1. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

    Antworten

    Das ist doch alles nur ein schlechter Witz. Paraguay wäre prädestiniert dass sich grosse Teile der Haushalte des Landes weitgehend autark mit Solarstrom versorgen könnten, aber wenn natürlich ein Schweizer Verbrecherkonzern in Coproduktion mit korrupten Beamten ein Monopol sichert, so dass Panele und Batterien nicht erschwinglich sind (man zahlt effektiv auch bei 30 Jahre Lebensdauer der Panele drauf!), und der Zoll auch noch gut mitmischt, wenn man Anlagen aus den USA oder Europa importieren will, tja, dann wird der Witz hald weitergehen und die netten Herren Manager aus den Wasserkraftwerken können lustige Reden schwingen…

  2. Photovoltaikanlagen erzeugen „Flatterstrom“. Aber in einem Land wie Paraguay könnten damit Spitzen abgefedert werden. Wenn die Sonne scheint laufen auch die Klimaanlagen. Zusätzlich sorgen die Module mit ausreichender Hinterlüftung durch die Beschattung auch, dass das Hausdach nicht so aufgeheitzt wird. Überschüsse könnten ins Netz eingespeist werden und tragen so zur Entspannung der Energiesituation bei. Plug-In-Photovoltaikanlagen werden auch jedes Jahr immer billiger und könnten bei steigenden Energiepreisen für Paraguay bald interessant werden.

  3. Gibt es in Paraguay en Haus das Autark duch Solar oder Wind betrieben wird? Ich schreibe nicht von einer Holzhätte mit Lampe und TV.
    Das wird sich von privat in Paraguay nie rechnen, zudem hat Paraguay mehrheitlich sauberen Strom aus Wasserkraft. Was noch fehlt ist die Kostengünstige Speicherung dirser Überschüsse.

  4. „Wir müssen dringend DRINGEND ETWAS tun!“ Daran erkennt man doch, die haben wirklich keine Ahnung – und dafür beziehen diese Leute Wahnsinnsgehälter!

  5. Wenn man 3/4 der bezahlten Planilleros ohne weitere Bezüge entlassen würde und die ausstehenden Schulden von Argentinien eintreibt, könnte man Investieren und bräuchte keine Angst haben. Das ist doch nur gesabber, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken

  6. “Wir müssen etwas Dringendes tun“ Jawoll, der „Zwang zum Drang“ heißt es im Deutschen. Hat täglich jeder mit zu tun…. Und „Yacyretá erzeugt pro Jahr 20.000 Gigawatt / h“… Watt?

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