Zement ist knapp

Nur wenige Geschäfte für Baumaterial haben zurzeit Zement im Angebot, seit ca. drei Wochen fehlt Nachschub. Die Distributoren, die für die staatliche Zementindustrie (Industria Nacional del Cemento – INC) im Einsatz sind, klagen seit Wochen über fehlende Arbeit, inzwischen stehen viele Baustellen still.

Der offizielle Verkaufspreis für einen Sack Zement liegt bei 50.000 Guaranies, zu diesem Preis besteht aber kein Angebot. Ein Bauherr klagte, dass gerade jetzt, wo er nach langem Warten einen Kredit ausgezahlt bekam und das Wetter optimal ist, die Preise unerschwinglich sind. Bei drei Händlern in Lambaré wurden ihm Preise von 65.000 Gs., 75.000 Gs. und in einem Fall gar 80.000 Guaranies angeboten.

„Ich frage mich, was ein normaler Mensch tun kann. Die Spekulation kehrt zurück, gerade als ich nach vielen Anstrengungen den Kredit bekommen habe um mein Häuschen zu bauen. Jetzt regnet es nicht und ich könnte arbeiten, aber es gibt keinen Zement oder ich muss viel mehr bezahlen als mir möglich ist, das ist ungerecht“, klagte er.

Testanrufe von Última Hora ergaben, dass kein Zement zur Verfügung stehe, aber man könne es am nächsten Tag nochmals versuchen. Bereits in den Jahren 2010 und 2011 gab es ähnliche Situationen, die damalige Administration, die extrem politisiert ist, ließ die Preise bis auf 125.000 Guaranies steigen.

Seit mindestens drei Wochen hat die INC die Lieferung des begehrten Baustoff ausgesetzt, berichten Marktkenner. Importierter Zement ist wegen der hohen Einfuhrkosten deutlich teurer. Der aktuelle Präsident des staatlichen Zementherstellers, Jorge Méndez, kündigte eine Normalisierung der Lieferung im Laufe der Woche an. Allerdings könnten maximal 50.000 Säcke täglich zur Verfügung gestellt werden.

Quelle: Última Hora

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