Zwischen Idealismus und Tod: Warum ein Paraguayer in der Ukraine kämpft

Kiew: Ein Paraguayer, der sich dem Frost und den Drohnen im Ukraine-Krieg stellt, sprach mit der digitalen Mediumseite Frontera Noticias aus Ciudad del Este über den Alltag in diesem fernen und kalten europäischen Land. Er kämpft gegen die russische Invasion als Sanitäter in einer Spezialeinheit.

Es handelt sich um Marcos Adán Barrios Espínola (34). Er berichtete von einem Kriegsalltag, der von modernster Technologie, extremer Kälte und der ständigen Präsenz des Todes geprägt ist.

„Man kämpft hier nicht nur gegen Menschen, sondern auch gegen Maschinen und gegen das Wetter. Die Temperaturen schwanken zwischen 20 und 30 Grad unter Null – Bedingungen, die das Überleben in den Schützengräben noch feindseliger machen“, so der Guarani-Kämpfer.

Der Sanitätssoldat verglich den Krieg mit einem Science-Fiction-Film: „Ich vergleiche diesen Krieg immer mit Terminator. Nachts wirkt es wie ein Horrorfilm; die Drohnen suchen nach menschlicher Präsenz, und kurz darauf schlägt die schwere Artillerie ein oder Flugzeuge greifen an. Es gibt keinen Spielraum für Fehler – wenn sie dich entdecken, schießen sie mit allem, was sie haben.“

„Auch tagsüber wird gearbeitet, aber es ist komplizierter. Überall sind Drohnen, in der Luft und am Boden. Jeden Tag sterben Menschen. Vor Kurzem starb ein chilenischer Kamerad von mir. Das hat mir sehr wehgetan. Ich habe hier leider schon viele Freunde begraben“, fügte er hinzu.

„In den Krieg zieht man, um zu töten oder zu sterben. Viele Menschen verstehen das nicht, meine Familie auch nicht. Ich bin hierhergekommen, um mir meinen Traum zu erfüllen, Soldat zu sein. Ich bin niemals wegen des Geldes gekommen. In Paraguay konnte ich mir diesen Traum nicht erfüllen“, sagte er abschließend.

Wochenblatt / Cronica

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