Asunción: Aus der Stadt Mayor Otaño hat Frau Ana Vázquez ihren Hilferuf an die paraguayischen Behörden erneuert. Ihr Ziel ist die baldige Heimkehr ihrer 12-jährigen Enkelin Milena, die sich derzeit in einer Schutzeinrichtung in Frankreich befindet. Milenas Mutter war nach Europa ausgewandert, um bessere Arbeitsmöglichkeiten zu suchen, und kam dort unter tragischen Umständen ums Leben.
Nach dem Tod der Mutter kam das Mädchen in die Obhut des französischen Sozialdienstes. Obwohl sie dort versorgt wird, betont die Großmutter, dass das Kind den dringenden Wunsch hat, nach Paraguay zurückzukehren, um bei ihrer mütterlichen Familie zu sein.
„Milena möchte kommen, das sagt sie mir bei jedem Kontakt. Sie weint viel, weil sie bei ihrer Oma und ihrer Familie sein will“, erzählte Vázquez sichtlich bewegt. Sie versicherte, dass alle Voraussetzungen für die Aufnahme und Pflege ihrer Enkelin erfüllt seien.
Die Frau erklärte, dass die bürokratischen Schritte sowohl in Paraguay als auch in Europa bereits weit fortgeschritten sind. Die notwendigen Dokumente, einschließlich des Reisepasses des Mädchens, liegen vor, und es gibt positive Gutachten der betreuenden Fachkräfte. Dennoch verzögere sich der Prozess aufgrund administrativer Details, die ausschließlich von den französischen Behörden abhängen.
„Das einzige Hindernis, das uns noch fehlt, ist eine Unterschrift aus Frankreich. Hier in Paraguay habe ich bereits alles. Wir warten nur noch darauf“, gab sie an. Gleichzeitig forderte sie ein stärkeres Eingreifen des Ministeriums für Kinder und Jugendliche sowie anderer nationaler Behörden, um den Druck auf die französischen Stellen zu erhöhen.
Vázquez berichtete weiter, dass ihre Enkelin zwischenzeitlich in einer Pflegefamilie untergebracht war, sich dort jedoch nicht anpassen konnte und nun wieder in einem Schutzzentrum lebt. Sie hält über virtuelle Treffen, die von Psychologen begleitet werden, regelmäßigen Kontakt zu ihrer Großmutter. Diese Fachleute halten die Großmutter laut deren Aussage für vollkommen geeignet, die Sorge für das Kind zu übernehmen.
Milena war bereits während ihrer frühen Kindheit mehrfach in Paraguay und hat eine starke emotionale Bindung zu ihrer Familie und ihrer alten Umgebung, was laut Vázquez eine schnelle Reintegration begünstigen würde.
„Ich kann nicht mehr ruhig schlafen. Nach fast zwei Jahren Kampf bin ich erschöpft. Ich möchte nur, dass meine Enkelin bei ihrer Familie ist, wo sie geliebt wird“, schloss sie ihren Appell an die Behörden, um die Familienzusammenführung so schnell wie möglich zu realisieren.
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