1.800 Rinder verschwunden

San Pedro: Ein Landwirt wollte seine Rinder auf der Estancia impfen. Als er dort ankam erlebte er aber eine unliebsame Überraschung. Fast die Hälfte der Herde war verschwunden, der Aufpasser ebenfalls.

Das Opfer ist Antonio Plate und lebt eigentlich in Asunción. Er hat eine Estancia bei der Kolonie Vy’arenda im Distrikt Ytyvucuá. Bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in San Estanislao erstattete Plate eine Anzeige über den Verlust von 1.800 Kopf Vieh.

Am Donnerstagmorgen kam Plate auf die Estancia und wollte alle Tiere gegen Krankheiten impfen. Bei der Zählung mit anderen Helfern wurde festgestellt, dass der ursprüngliche Bestand von 4.000 Stück Vieh um 1.800 Stück verringert war. Der Haupt Manager und Aufseher der Rinderfarm, Ricardo López Mello, war ebenfalls spurlos verschwunden. Seit sieben Jahren waren er und seine Familie dort angestellt, die mit ihm wohl die Flucht ergriffen hat. Die Staatsanwaltschaft fahndet ebenfalls nach ihnen.

Plate schätzt den Verlust auf rund 5,4 Milliarden Guaranies, denn jedes Rind hätte einen Preis von etwa drei Millionen Gs. erzielt. Es gab schon öfters Viehdiebstähle in der Gegend, jedoch nicht in dieser Größenordnung. Ein anderer Landwirt in der Zone war verärgert über das was passiert sei und beschuldigte die Nationalpolizei, die Staatsanwaltschaften und die Justiz, weil sie nicht richtig funktionieren würden.

Sandra Ledesma, die ermittelnde Staatsanwältin in dem Fall Plate, erklärte, der Diebstahl der Rinder wäre wohl in den letzten sechs Monaten eingetreten, so lange läge die letzte Impfung zurück.

Quelle: ABC Color

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7 Kommentare zu “1.800 Rinder verschwunden

  1. Da sind nicht nur drei Mann beteiligt gewesen.Absolut Profi,dass ganze Personal haengt damit drinn.Und das ist ja nun ein Paraguayer gewesen, mir ist auch so ergangen. Nur sind es mal 1 oder 2 gewesen, das schmerzt schon.

    1. Das ganze Personal beteiligt!Muss nicht sein,der Haupt Manager und Aufseher sind fort. Welsche Vollmachten hatten sie ist Frage! Sie können die Rinder ganz normal an Schlachthofe verkauft haben.Das Geld sich auf ein getarntes Extra-Konto überweisen lassen, Die Arbeit machen die Arbeiter,das was der Vorarbeiter sagt! Da können die LKW´s sogar mit richtigen Fachtpapieren fahren durch jede Kontrollstelle.
      Sr.Plate meldet sich doch an wenn er kommt zum Impfen, allso haben die genug Zeit ihre bösen Taten zu machen

  2. 5,4 Millarden Gs – das sind satte 900.000 Euro die man ihm da entwendet hat.
    1800 Rinder entwendet man nicht an einem Tag – das muessen mehrere Tage und mehrere LKW’s gewesen sein – eigentlich muessten die Leute in der Gegend das alles bemerkt haben und wo soll man die Rinder alle verfrachten? – Nur dahin wo viel Platz ist, ergo wurde der Aufpasser gefügig gemacht von einem konkurrierenden „Landwirt“, der diesen Platz hat – oder man hat sie schnellstens an andere Landwirte oder zum Schlachthof verkauft. Aber geht das alles so einfach? SInd die Rinder nicht irgendwo registriert?

    Der Besitzer dachte wohl nur, da so ein Unternehmen nicht klammheimlich gemacht werden kann und der Aufpasser schon immerhin 7 Jahre da ist, da braucht er sich nicht so drum zu kümmern. Und hier liegt nahe, dass dieser „Landwirt“ noch viele weitere Ländereien besitzt. Weil wenn es bloss das eine gewesen ist, dann sollte er doch zumindest einmal pro Monat hinfahren.

    1. Philipp ist ganz gut was Du schreibst..
      3.Varianten wie die Tiere vermutlich verschwunden sind, such dir eine aus
      1.Mehrere LKWś werden braucht!Die kannst Du an einen Tag verladen ohne und in der Nacht wenn alle Katzen grau sind und anständige Gesetzeshüter schlafen.
      Ein korrupter Schlachthof steckt dann sowie so da hinter,0,5 und 1.Tag arbeit
      2.Ist der freundliche Landwirt von Neben an.Problem 1800Tiere lassen sich nicht so leicht unter mischen und verstecken.Leicht zu sehen vom Flugzeug!
      3.Hier bekommst du gar nichts mit, nachts fahren dir 2.oder 3.LKWśfahren auf das Gelände,klappen sich auf in einer günstigen Ecke und bilden einen mobilen- Schlachthof..Die Rinder sind ruck zuck verschwunden. In USA war das Problem! Es kommen ein paar LKW/ Kühler nach und nach und das Fleisch ist verschwunden.
      Neben bei man hat ca.40-60% Schlachtverluste das verringert das Transportvolumen.
      Richtig ist die Ohrmarken sind registriert, so fern sie da sind! Sie werden ein und ausgetragen.Es gibt gewisse Normen für Fleischexport.Selbst in der EU z.B Pferde sollen gechip sein in Osteuropa oft nicht.
      Mit 900000€ ist der Landwirt geschädigt wurden, richtig vermarktet ist das Fleisch viel mehr wert.
      Nun zum Aufpasser und den 7.Jahren da, entweder er ist geschmiert oder verscharrt wurden.
      Im allgemeinen machen Viehdiebe sehr schnell rücksichtslos von der Schusswaffe gebrauch.
      Zeugen sind ganz schnell verschwunden,geh nach Brasilien die kennen auch die Unsitte.
      In Paraguay musst du schon auf deinen Grund sitzen und dich behaupten.Ansonsten wir dir alles unter den Arsch geklaut.Das Verhalten des Besitzer braucht dich nicht zu wundern, Es gibt einige Gesellschaften die für Kapitalanleger große Viehzuchtbetriebe Länderein bewirtschaften. Der Eigentümer kommt Dir einmal im Jahr vorbei, wenn überhaupt und sieht ab und zu mal auf sein Konto ob die Rendite stimmt.Den Rest macht der Buchhalter und Verwalter!

    1. Man zählt die Rinder nur beim impfen
      Oder können sie auch so mal 4000stk.Vieh ab schätzen. Und das auf circa 6 Monate verteilt.Ich nicht hatte schon bei 2000 mein Problem. Erst bei der Zählung kommt es raus.

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