100 Strafanzeigen laufen ins Leere

Coronel Oviedo: María Isabel Godoy hat mehr als 100 Strafanzeigen, sowohl bei der Staatsanwaltschaft als auch auf verschiedenen Polizeistationen in Coronel Oviedo, die alle ins Leere laufen.

Trotz einer solchen Anzahl von Anzeigen zieht es die Staatsanwaltschaft es vor, die Straftaten von Godoy zu ignorieren, um Probleme mit einer Person zu vermeiden, die nicht zögert, jemanden niederzuschlagen, die ihren Weg kreuzt.

Godoy und ihr Ehemann Catalino Fretes haben ein Motorrad. Sie positionieren sich in der Nähe von Einkaufszentren oder Tankstellen und sind nicht allein. Sie tragen ein Baby in den Armen und benutzen das Kind, um Geld zu verlangen. Fretes wartet in sicherer Entfernung auf seinem Motorrad. In der Zwischenzeit ist seine Frau dafür verantwortlich, Geschichten zu erfinden, die dazu dienen, eine finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Manchmal schläft das Baby oder ist einfach nur ruhig: Dann kommen die Fingernägel von Godoy zum Einsatz, um das Baby zum Weinen zu bringen und die Ahnungslosen davon zu überzeugen, dass der kleine Junge krank ist.

Unabhängig von Wetter, Kälte oder Regen geht das Paar mit dem Baby in den Armen auf Reise mit dem Motorrad und versucht, sich unauffällig zu bewegen. Fast alle Anzeigen gegen Godoy und ihren Ehemann beziehen sich auf Gewalt und Misshandlungen am Baby sowie auf Körperverletzungen gegen Personen, die es gewagt haben, Anzeigen bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft einzureichen.

Der letzte Fall von Godoy ereignete sich am 11. August an einer Tankstelle in Coronel Oviedo, an der das Ehepaar mit dem Baby in den Armen ankam, um die übliche Geldforderung zu stellen.

Felicia González López, eine Angestellte, kannte die gewalttätige Geschichte der Frau nicht und forderte sie auf, das Betteln einzustellen. Ohne zu zögern ließ Godoy ihr Baby kurz allein, näherte sich López, und schlug ihr mit der Faust ins Gesicht. Ergebnis? Sie verlor einen Zahn und braucht ein Implantat.

Die Staatsanwaltschaft erhielt eine Anzeige über den Vorfall, die auf der 2. Polizeistation im Stadtviertel Azucena von Coronel Oviedo aufgegeben wurde. Angeheftet waren Fotos des Vorfalls von der Angestellten, die den Zahn verlor.

Die Staatsanwaltschaft lehnte die Einleitung einer Untersuchung mit der Begründung ab, es handele sich um eine Privatklage. Es war aber eine Aggression auf öffentlichen Straßen, daher eine strafrechtliche Handlung, die untersucht werden muss.

Egal was mit dem Baby in den Armen von Godoy und ihrem Ehemann passiert, wichtig ist anscheinend nur, Probleme mit ihnen zu vermeiden.

Wochenblatt / ABC Color

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

7 Kommentare zu “100 Strafanzeigen laufen ins Leere

  1. Normalerweise gibt man bei der ersten Strafanzeige wegen Gewalt und Misshandlungen am Baby sowie auf Körperverletzungen auf. Also bei mir hat’s gewirkt. Naja, man kann auch 100x zum Polizeirevier sich bedrucktes WC-Papier drucken zu lassen, sich 100x im Spital untersuchen lassen, sich 100x zum Fiscal sich bedrucktes WC-Papier drucken zu lassen und 100x zum Ministerium de Automobil & Motores, wohin man von diesen geschickt wird, sich bedrucktes WC-Papier drucken zu lassen. Schlussendlich muss man sich wegen erwähnten Lappalien trotzdem einen Anwalt nehmen und ein Zivilprozess anstreben, den man hoffentlich gewinnen möge, will man andernfalls nicht auf sein letztes Hemd auf Schadersatz verklagt werden.
    Gut, etwas einfacher geht es natürlich, wenn Gewalt und Misshandlungen am Baby sowie Körperverletzungen durch einen Alemam de M. ausgeführt wurden, dann muss Buededucado nur sein 50 Streichhölzer, pardon, 50 Testigos (Hermano, Tio, Padrino, Cuñados, Amigos) vom under the Mango Siesting aufscheuchen und schon hat man währen der Abwesenheit des Alemam de M. für seine Fenster und Tür, die man sich trotz jahrelangem Einsparen der Müllabfuhr aufgrund „Eurofino demasiado caro“ noch nicht hat leisten können.

  2. Justizia in Paraguay ist wie ein Glücksspiel. Hat man Glück oder genug geschmiert läuft alles gut – läuft es aber „normal“ dann wird alles auf die lange Bank geschoben oder am Ende steht man selbst als der Beschuldigte da, weil alles in´s Gegenteil verkehrt wird. Drum vermeide ein Jeder möglichst in eine polizeiliche Ermittlung oder in ein Gerichtsverfahren zu geraten. Was gut wäre (ein Vorschlag an die Redaktion) hier Empfehlungen von guten, unbestechlichen Anwälten zu sammeln und zu veröffentlichen. Denn gute, fähige und unbestechliche Anwälte zu finden, ist wie ein Stecknadel im Heuhaufen zu suchen.

    1. Was nutzt ein unbestechlicher Anwalt, der trotzdem Vor Gericht scheitert, Weil die Richter von der Gegenseite bestochen wurden? Auch da kann man dann nur sagen, außer Spesen nichts gewesen.

  3. Und wer sind die 2? Das kann doch nur irgend wer sein. Wieso sollte da jemand wichtiger dahinter stehen? Wollen sie bei der nächsten Präsidentenwahl antreten und haben deshalb schon alle Angst? Auf der einen Seite werden hier Leute ohne Grund eingesperrt und kommen nicht mehr heraus und solche machen was sie wollen.

  4. Verlogen und dreist sind solche Leute mit kleinen Kindern oft und wenn man denen nichts gibt und andere Paraguayer sehen das so wird man noch beschimpft, weil man als reicher Gringo so geizig ist. Bei Verwandte Themen stehen ja noch mehrere ähnlich gelagerte Artikel vom WB.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.