11,1 Millionen US-Dollar und der bestätigte Verdacht der Geldwäsche

Asunción: Am 4. August des Jahres 2000 wurde von einer Diebesbande die Summe von 11.132.100 US-Dollar am Flughafen Silvio Pettirossi geraubt.

Heute nach über 12 Jahren sind sich die damaligen Polizei Chefs aus Pedro Juan Caballero und der angrenzenden Stadt Ponta Porã einig, dass Jose Carlos und Robert Acevedo (wiedergewählter Senator) einen Teil der riesigen Summe gewaschen haben.

Die Millionen von Dollar, die verschiedenen Banken gehörten, wurden mit Prosegur Fahrzeugen zum Flughafen gebracht und sollten da auf dem Luftweg das Land verlassen. Ein Mitarbeiter der für einen wichtigen Tipp knapp 130.000 US-Dollar von der Beute erhielt, wurde später wie einige wenige Mitglieder der Bande zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Während der Flughafen Direktor anscheinend auch sein bestes tat, damit den bewaffneten Dieben eine saubere Flucht gelingt wurde vom Sektor der Gewerkschaften die Staatsanwaltschaft sowie einige Volksvertreter und Soldaten beschuldigt, daran beteiligt gewesen zu sein.

Ein Pressebericht aus der damaligen Zeit verwies darauf, dass in Zeiten der Wahlkampagnen mehr Überfälle als sonst passieren und die Beute in die Hände von Politikern gerät.

Und so wie nichts für immer verschwiegen bleibt, wurde 2005 ein Vorschlag im Abgeordnetenhaus zurückgezogen wonach eine Spezialkommission eingerichtet werden sollte, die den Überfall und alle Verdächtigen samt Bankkonten in der Schweiz und den USA untersucht. Alle Volksvertreter kamen schlussendlich zu dem Ergebnis, dass die Untersuchung das Aufgabenfeld der Staatsanwaltschaft wäre und die ihre Finger daraus halten sollten.

Der Grossteil der Verantwortlichen ist entweder tot, auf der Flucht oder freigelassen worden wegen fehlender Beweise. Jetzt jedoch wo Robert Acevedo, der den letzten Platz im Senat besetzten konnte, Oberhaupt der Drogenbekämpfungskommission wurde, sucht man etwas in seiner Vergangenheit.

Carlos Roberto Eredia, damaliger Polizeichef in der brasilianischen Grenzstadt, untersuchte den Fall über viele Jahre und bekam selbst von Mitgliedern der Diebesbande bestätigt, dass die Gebrüder Acevedo ihren Anteil beim Geld waschen hatten. Hätte Eredia damals die Macht seines Kollegen aus Pedro Juan Caballero, Roberto González Cuquejo, gehabt, hätte er die beiden verhaften lassen. Von der Beute wurden dank der Hilfe der Acevedos nur wenige Monate nach dem Raub Estancias gekauft

González Cuquejo erklärte, dass bei dem Raub drei Personen direkt agierten: Roberto Bachillet, Luis Ojeda und der Brasilianer Edison Álvarez de Lima, Liebhaber von Justina Román Viuda de Acevedo, Tante des Senators Robert Acevedo.

Edison Álvarez de Lima kaufte eine Estancia für 700.000 US-Dollar von seinem Landsmann  Salim Derzi am 17.11. 2000, nur drei Monate nach dem Raub.

(Wochenblatt / Abc / Elperiodico.com.gt)

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