120 Kilometer sind kein Hindernis für eine gute Bildung im Chaco

Filadelfia: Der Schulstart an den Ufern des Pilcomayo Flusses ist nicht einfach. Wer jedoch 120 Kilometer auf sich nimmt, dem ist eine gute Bildung wohl viel wert.

220 Kilometer von Filadelfia entfernt liegt die Gemeinde Margariño. Bis zum letzten Wochenende haben sich 22 neue Kinder an der Grundschule Nr. 4.078 San Pablo eingeschrieben. Letztes Jahr waren es 36 Pennäler, die unterrichtet wurden.

Die Zufahrtstraße zu der Bildungseinrichtung wurde von Maschinen aus dem Gouvernement von Boquerón befahrbar gemacht. Einige Schüler kommen aber aus weit entlegenen Gebieten und nutzen sogar Boote, um Flüsse zu überqueren und sich in der Schule einschreiben lassen zu können.

Vidal Ávalos, ein Lehrer, sagte, die Eltern vertrauen den Unterrichtenden und nähmen deshalb mehr als 120 Kilometer Anreise in Kauf.

„Die Eltern bringen ihre Kinder auf Motorrädern oder in Autos zum Flussufer. Dann setzen sie mit einem Boot über und erreichen die Schule. Sie liegt an einem Arm vom Pilcomayo. Die meisten Kinder sind in einem Internat untergebracht“, erklärte Ávalos. Er träumt davon, dass sich diese und nächste Woche noch mehr Schüler einschreiben. „Wir wollen die gleiche Anzahl wie letztes Jahr erreichen, so Gott will“, sagte er.

In Boquerón begann der Unterricht am 12. Februar, in Margariño zur gleichen Zeit, aber mit wenigen Schülern und ohne Schulsets. Erst am 23. Februar kamen diese an.

„Jetzt hat jeder Pennäler seine Schulsachen und ist glücklich. Nun liegt es an uns, gute Bildung zu vermitteln“, erklärte Ávalos. Er unterrichtet seit 2000 in Margariño und jedes Mal, wenn er in andere Gemeinden reist, nutzt er die Möglichkeit zum Pflanzen neuer Obstbäume auf dem Schulhof. „Kinder lieben Früchte und deshalb sind wir glücklich, dass das Wasser vom Pilcomayo zurückgekehrt ist, nach vielen Jahren der Abwesenheit. Die ganze Gemeinde profitiert davon, damit alle Bäume wachsen können“, erklärte Ávalos.

Wochenblatt / ABC Color

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CC

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