Schneller Nummernschilder

Asunción: Die „vorläufigen“ Nummernschilder wurden schon immer als rechtswidrig von der Polizei angesehen, sagt die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der Nationalpolizei, Kommissarin Elisa Ledesma.

Der Senat genehmigte die Gesetzesvorlage, welche die schnelle Zulassung und Kennzeichenvergabe als Ziel hat.

Die Zustimmung auf die Änderung der Artikel 9, 10 und 12 des Gesetzes 608/95 wird sich positiv auf Prüfungen, Verfahren und Untersuchungen der Polizei auswirken. Kommissarin Elisa Ledesma erklärt, “ dass für die Polizei Kraftfahrzeuge ohne Nummernschild, oder mit vorläufigem Nummernschild, sich in einer „gesetzlosen“ Situation befinden. Wenn das Parlament dieser Änderung zustimmt, ist ein großer Schritt gegen die Unsicherheit getan.“

Einer der großen Schwächen des momentanen Gesetzesrahmens ist der Mangel, ein Fahrzeug, welches an einer kriminellen Handlung beteiligt ist, zu identifizieren.

Der Direktor der Technischen Unterstützungseinheit, Generalkommissar Miguel Angel Urunaga sagt, dass die Zustimmung zu diesem Gesetz erst der Schlüssel zur Verhinderung von Straftaten ist. Die Möglichkeit, Fahrzeuge und ihre Besitzer rasch zu identifizieren, wird uns schneller zum Kriminellen führen.

Die Gesetzesvorlage eliminiert die vorläufigen Kennzeichen. Alle Kraftfahrzeuge werden gleich mit einem definitiven Nummernschild auf die Straße kommen.

(Wochenblatt / Abc)

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5 Kommentare zu “Schneller Nummernschilder

  1. Geotrupes stercorarius

    Antworten

    Ich finde es zwar gut, dass endlich alle ein Nummernschild haben werden *kicher, aber ich denke nicht, dass die meisten Raubüberfälle direkt an den Rutas geschehen – dort wo die Polizei auch hin und wieder Kontrollen durchführt – sondern in den Barrios, dh. dort wo man noch weit weg ist von Pflastersteinen geschweige denn von Asphalt und ich jetzt aber noch gar nie eine Kontrolle durch Polizei weder miterlebt oder gesehen habe.

  2. „gleich mit einem definitiven Nummernschild auf die Straße kommen.“

    -> Wie die Erfahrung im Rest der Welt zeigt, folgt als Gegenmaßnahme das Verwenden gefälschter, oder gestohlener Kennzeichen.
    Welcher Räuber meldet sein Moto denn regulär an? Da ist es doch einfacher ein Nummernschild (oder gleich das ganze Fahrzeug) zu stehlen und dann damit auf Raubzug zu gehen.

    Das Abschaffen der Helmpflicht ist ebenso nutzlos. Dann verwenden die eben freiwillig einen Helm oder auch ein großes Tuch.

    Was wirklich hilft ist die Einführung der Todesstrafe sowie ein Ausbau der Gefängnisse nebst gesetzlicher Erweiterung der Notwehr regeln; also die sehr großzügige Auslegung, wenn die Menschen solche Leute sich gleich selber schnappen bzw von ihrem Moto schießen. Dann wird Paraguay sehr rasch wieder so ruhig und sicher, wie es bis vor 25 Jahren war.

    1. Das Nummernschild hilft viel, denn viele Diebe brauchen eine Gelegenheit. Ich würde 2x überlegen ob ich eine wehrlose Oma die mir vors Moto läuft ausraube wenn keine Zeugen in der Nähe zu sein scheinen da ich ein registriertes Moto hätte und in diesem Moment gerade kein gefälschtes Nummernschild drangeklebt habe und auch nicht wie bei James Bond ein rotierendes hätte. Das macht schon einen großen Unterschied. (Gelegenheitsdiebe)

      Natürlich kann man damit nicht die _geplanten_ Verbrechen unterbinden, jedoch damit die definitiv unregistrierten unterscheiden und verfolgen. Man macht somit die Fahrzeuge ohne Chapa zu Verdächtigen und grenzt die Suche drastisch ein, denn bisher ist es nahezu unmöglich.

      Verbrecher sind oftmals kreativ und wie Du schon sagst, wer einen Drucker hat macht sich selbst ein Chapa oder klaut eins. Eine Zentraldatenbank macht jedoch auch Kontrollen solcher möglich wenn was gestohlen gemeldet wird. Alles in allem ein sehr positiver Schritt, wie ich meine, die Nummernschilder wie im Artikel zu verteilen.

      Eine Todesstrafe klingt vernünftig wenn man die Moral sieht, jedoch bleib mal Objektiv: Die Legislative hier haut dämliche Gesetze und Ideen raus ohne eine Denkpause einzulegen. Selbst wenn mal schlaue Vorschläge kommen, macht der Körper nicht was der Kopf sagt. Sprich, die Exekutive tut nichts um auch nur die wesentlichen Gesetze der kreativen Legislative umzusetzen. So lange also die Justiz nichtmal zuverlässig funktioniert, halte ich eine Todesstrafe für sehr fatal um mißbraucht oder fälschlich eingesetzt zu werden.

      So lange kleine Delikte mit Knast bestraft werden und schwere Kriminelle mit Hausarrest, sowie Reiche mit Freiheit und Unschuldige mit Strafe belegt werden, so lange wird auch eine Todesstrafe außer Frage stehen.

    2. @ 9mm
      Bei dem hiesigen „Rechts“system würde ich mir keine Todesstrafe wünschen.
      – Wenn die Gesetzte beachtet, und nicht ausgelegt würden,
      – wenn das Recht von Richtern gesprochen würde die nichts selbst bis ins Mark korrupt sind,
      – wenn die Fähigkeiten der Anwälte so gross wären wie deren Taschen,
      DANN
      wäre die Todesstrafe ein legitimes Mittel des Staates seine Gewalthoheit auszuüben.

      Aber bis dahin könnte ich mir ein Arbeits/Straflager mit verschäften Lebensbedingungen und harter Arbeit vorstellen. Aus allen Bereichen des Lagers müssten täglich einige Beispiele des harten Lagerlebens im öffentlichen TV gezeigt werden.
      Am meisten Zuschauer würden sicher die Auspeitschungen, die Plumpsklos sowie das Opfer/Hinterbliebenen vs.Täter Spektakel vorstellen. Der Täter mit Handschellen hinten, Opfer/Hinterbliebenen mit Bambusstab vorn.
      Vorher würde der Täter und seine Familie mit Namen genannt sowie seine Straftat erklärt. 🙂

      Und ich meine das NICHT witzig. Auf einen harten Klotz gehört ein schwerer Hammer.

      Das würde Quoten bringen.

      1. @derserver

        Sehr gute Argumente!

        @Ätzer
        In einer Demokratie nicht umsetzbar.
        Abgeordnete würden das niemals beschließen, könnten sie doch abgewählt werden und dann selber in solchen Lagern landen.

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