30.000 Lehrer auf der Straße

Asunción: In Folge der Krise durch das Coronavirus und die damit verbundenen Schulschließungen könnten bald 30.000 Lehrer auf der Straße stehen.
Eltern von privaten Bildungseinrichtungen wollen die Gebühren nicht mehr bezahlen und somit drohen Schulschließungen.

Der Sprecher der Privatschulen in Paraguay, Luis Ramírez, sagte, dass die Gehälter von Lehrern und Mitarbeitern akademischer Einrichtungen stark gefährdet seien. Er versicherte, dass das Ministerium für Bildung und Wissenschaften (MEC) sich nicht für die privaten Schulen interessiere. „Hier gibt es mehrere komplizierte und komplexe Probleme. Das erste hat mit dem pädagogischen Management zu tun. Wir müssen wissen, wann es wieder Unterricht geben wird. Wir können nicht planen. Hier muss klar sein, ob im September die Schule beginnt oder nicht. Die Leute im Ministerium wissen nicht, was sie tun sollen“, sagte er.

Er erwähnte, dass die Notwendigkeit eines Dialogs zur Bewertung der Zukunft der Bildung im Land dringend sei. „Sie empfangen uns nicht, sie besuchen uns nicht, sie denken nicht an den privaten Sektor, sie sagen, dass der Unterricht online erfolgen muss, dass Beiträge der Eltern weiterbezahlt werden müssen. Sie haben keine Ahnung, was es bedeutet, Unterricht nur online durchzuführen, was die Eltern mit ihrem Kind machen, wenn sie zur Arbeit gehen müssen. Es ist nicht real, es gibt kleine Privatschulen ohne die Mindestbedingungen für virtuelle Bildung“, beklagte Ramirez sich.

Er fügte hinzu, dass dies ein soziales Problem auslösen werde, die Schüler haben 5 Monate lang nichts tun und betonte, dass es keine Führung, kein Management und keine Klarheit seitens des Bildungsministeriums MEC gebe. Ramirez behauptete, anstatt zu helfen, verstecken sie sich und dies werde zu eine sozialen Spannung führen, weil “die Eltern nicht mehr zahlen wollen und die Schulen dann in der Situation sind, zu schließen“.

Dies würde 30.000 Lehrer und 330.000 Schüler des Privatsektors repräsentieren, ohne zu wissen, wohin sie gehen sollen. „Wenn die Schließung erfolgt, welche öffentliche Schule kann 15.000 Schüler aufnehmen? Diese Krise kann nur durch Gespräche vermieden werden“, sagte Ramirez.

Wochenblatt / La Nación

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3 Kommentare zu “30.000 Lehrer auf der Straße

  1. Ich schätze die Misters und -innen vom MEC sind ersteinmal selbst froh darum bis September nicht zur hiesig 7 bis 11 Uhr Schul zu müssen und ihren Zahltag trotzdem erhalten. Ob sie sie also jemals abschließen werden ist doch fraglich. Für was hat man Amigos und das momentan richtige Parteibuch.

  2. Wenn es ans Kassieren geht, dann sind die privaten immer zur Stelle. Wenn es aber hakt, dann schreit man nach dem Staat.
    Ist wie in Deutschland. Die Gewinne der Unternehmen werden privatisiert und die Verluste sozialisiert. Hauptsache der Aktionär hat ausgesorgt.

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