Schamlos betrogen?

Asunción: Gerne erinnern wir uns an die Ausführungen der Senatorin, weswegen man sie nicht feuern dürfte und der ein oder andere meinte sicherlich, dass sie ja eventuell Recht hat und nicht so hart über sie gerichtet werden sollte. Das jetzige Detail schlägt alles Dagewesene.

Frau Maria Eugenia Beatriz Bajac de Penner kam am 16. März von der Reise aus Peru wieder und begab sich freiwillig in Quarantäne. Am 31. März ließ sie sich auf Covid-19 testen. Den Tag darauf (01.04.2020) gab sie jedoch die Spesenabrechnung für ihre Reise nach Guatemala im Senat ab, eine Reise die sie nie antrat. Wie sie selbst weiter unten sehen können gab sie an 7.850.000 Guaranies für die Unterkunft, 2.150.000 Guaranies in Lebensmittel, 428.213 Guaranies in Transportmittel und weitere 680.000 Guaranies bezahlt zu haben. Auf die Idee zu kommen, dass niemand merkt dass sie niemals dahin flog, zeigt wie gutgläubig die Senatorin war. Obwohl der Handelsbeauftragte der Botschaft den Event absagte und sie angeblich den Flug kurz vor Reiseantritt cancelte, rechnete sie imaginäre Spesen im Senat ab. Diese Abrechnung mit ihrer Unterschrift hat den Charakter einer eidesstattlichen Erklärung.

In der Abrechnung stand, dass sie 1.500.000 Guaranies Spesen ungenutzt ließ und zurückgibt. Genau diese kleine Summe fehlte auf dem Scheck, den sie am Folgetag im Senat einreichte, als sie wußte, dass sie infiziert war und dies große Kreise zieht. Da die Presse bis heute nichts von der Guatemala-Spesenabrechnung wußte, meinte sie immer, dass Bajac einen Teil der Spesen für sich behielt.

Sicherlich gibt es für die Einreichung der Guatemala-Spesenabrechnung auch eine schlüssige Erklärung, über die uns die Senatorin bald aufklärt.

Wochenblatt / Hoy

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9 Kommentare zu “Schamlos betrogen?

  1. Wenn ich das Mal kurz rechne, angenommen die Reise hätte statt gefunden, dann wären das 6 Übernachtungen zu 200$ / Übernachtung und 55$ an Essen und Trinken / Tag – Chapeau, lebt nicht schlecht die Alte!

  2. Und das ganze wäre wohl nie aufgeflogen, wenn es die Corona-„Pandemie“ nie gegeben hätte. Wie verdammt unmoralisch und unverschämt muss man eigentlich sein und gleichzeitig bibeltreue Sachen zu schwabulieren.
    Im Mittelalter wäre das neben Betrug noch Blasphemie (3.Gebot: Du sollst den Namen des Herrn nicht mißbrauchen) und wäre auf dem Scheiterhaufen verurteilt worden.

    Je mehr ich von dieser Frau lese, desto ungeheurlicher wird das.

    1. Ich weiss gar nicht was ihr habt. Ist unter hohen Tieren zeitgleich „biebeltreuen“ Kirchenlatschern Gang und Gebe. Recherchiert mal (aber nicht im Internet) in den mennonitischen Kooperativen nach wer alles sich an die AFD Kredite mit den superniedrigen Zinsen eigenhändig bedient. Da wird dir ganz anders!!

      1. ZItat: „Recherchiert mal (aber nicht im Internet) in den mennonitischen Kooperativen nach wer alles sich an die AFD Kredite mit den superniedrigen Zinsen eigenhändig bedient.“
        Hä?

  3. Genau das was @Buzz geschrieben hat wollte ich auch schreiben. Ich war ja mein ganzes Leben lang noch nie als Senator tätig (die Menschheit und WB-Kommetare-Leser weiß auch warum), nur kleiner Karottenpflücker und Haarassenstapler, aber ich musste immer Belege abgeben. Aber das ganze Dreckspack, was da aus dem Trog des Steuerzahlers frisst – nicht nur hierzulande – muss das nicht. Dabei verdienen sie nicht einmal soo schlecht. Aber genau das kommt dabei heraus, wenn das Dreckspack für die Gesetzgebung zuständig ist: Die werden die Gesetze schon nicht so anpassen, dass so einer oder eine jemals ins Zuchthaus musste.

  4. Uno darf nichts gegen diese mennonitische Senatorin sagen denn sie gehoert einer mennonitischen Missionsgemeinde an. Sagt er was gegen diese isser aber ein ganz Boeser und ueberhaupt nicht Christ – so die landlaeufige Meinung der Mennoniten.
    Im Dokument geht als Motiv der Reise zu entziffern: „Participar de la Conferencia de la Coalicion Latina para Israel y de los Reuniones con los magistrados de la Corte Suprema de Justicia de Guatemala“.
    Da wurde der private Kongress „pro Israel“ (wohl religioeser art) mit dienstlichem vermischt. Ob sie jetzt flog oder nicht geht aus dem Dokument nicht hervor.
    Vom 15.03.2020 bis zum 21.03.2020 soll sie anscheinend geflogen sein, wie man entziffern kann.
    Am 05.03.2020 wurden diese Spesen bewilligt und am 01.04.2020 wurde das Dokument revue gereicht. Ich entnehme daraus nicht dass sie nicht geflogen ist aber sie mischt da offensichtlich ihre Kirchenangelegenheiten mitdrunter unter die Kosten die dem Staat belastet werden.
    Achso! Der Event wurde abgesagt und trotzdem rechnet sie Spesen ab.
    War die nicht nach Peru zum Israelkongress geflogen und hatte sich da angesteckt? Das mit dem Guatemala Gerichtshof duerfte sie aus Peru per WhatsApp geklaert haben.
    Ja wenn der Event nicht stattfand ist sie wohl nicht geflogen rechnet aber trotzdem Spesen ab die sie sich dann in die Tasche steckt. Muessen diese Leute Belege vorlegen oder gilt ihr Wort so viel dass dieses als Notarbeglaubigung gilt?

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