30 Milliarden Gs. in den Sand gesetzt

Die Straßen in Alto Paraguay wurden nach den jüngsten Regenfällen wieder zerstört. Eine Strecke von 30 Kilometern, zwischen Fuerte Olimpo und Bahia Negra, ist in einem sehr kritischen Zustand. Monatelang wurden aber für einen Betrag in Höhe von 30.000 Millionen Guaranies Reparaturarbeiten durchgeführt.

Im Dezember 2014 bekamen zwei Konsortien den Zuschlag für die Reparatur und Wartung von Straßen auf einer Länge von 618 Kilometern, die Arbeiten sollten im Januar 2015 beginnen und im Juli enden, erst aber im März kamen die ersten Baufahrzeuge. Die Unternehmenssprecher entschuldigten sich, denn aufgrund der “schlechten Wettersituation“ hätte es Verzögerungen gegeben.

Eine Firma war für 257 Kilometer verantwortlich, der Betrag dafür waren 10 Milliarden Guaranies, das andere Unternehmen sollte die restlichen 361 Kilometer sanieren, für 20.000 Millionen Gs. Die Bauaufsicht hatte das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC). Die Arbeiten endeten mit Verzug und jetzt scheinen keine Wartungsarbeiten mehr vorgenommen zu werden. Angesichts der schrecklichen Situation des Straßennetzes organisieren die Einwohner von Alto Paraguay am Sonntag, dem 21. Februar, eine Demonstration in verschiedene Gemeinden gleichzeitig.

Der wichtigste Abschnitt beträgt ungefähr 30 Kilometer, zwischen Búfalo und Toro Pampa, der die größeren Städte Fuerte Olimpo und Bahia Negra verbindet. In diesem Bereich gibt es 35 Schadstellen durch das Überlaufen von Bächen, ganze Teilstücke sind weggerissen. An den Stellen wurden keine Rohre verlegt oder Abwassergräben gezogen, obwohl dies vertraglich vorgesehen war.

Quelle: ABC Color