4.000 wartende Container und 70 Millionen US-Dollar Verlust

Asunción: Dies ist die traurige Bilanz, die das Tiefwasser des Rio Paraguay mit sich bringt. Die Mehrzahl der saisonbezogenen Produkte können derzeit nicht nach Paraguay geliefert werden.

Der Präsident der Vereinigung der maritimen Frachtlader Paraguays (Cafym), Guillermo Ehrecke, erklärte, dass die Situation des Tiefwassers jedes Mal mehr den nationalen Markt betrifft. Laut den Daten die ihm zur Verfügung stehen sind es 4.000 Container die teilweise noch geparkt in verschiedenen Häfen stehen und nur verspätet geliefert werden können.

„Eigentlich steht seit zwei Wochen alles still. Im Hafen von Pilar parken 1.700 Container, wovon 700 an Land sind und der Rest auf Schiffen im Hafen. Wenn man noch die anderen Zonen auf dem Rio de la Plata hinzuzählt summieren sich schnell 4.000 Container. Das ist schon sehr viel, da Paraguay mindestens 2.000 Container pro Monat erhält. Da bleibt nur übrig auf einen höheren Wasserstand zu warten“, so Ehreke.

Die Verluste in Zahlen zu fassen ist für Ehreke ziemlich einfach. Wenn ein Monat alles still steht verlieren der ganze Sektor rund 35 Millionen US-Dollar. Wenn man jetzt ab Dezember rechnet und den ganzen Januar hinzuzählt sind das rund 70 Millionen US-Dollar. Allerdings soll der Wasserpegel erst im März wieder steigen.

„Das ist ein historischer Tiefstand, den das Land registriert und könnte der tiefste der letzten 100 Jahre werden. An einigen Stellen der Hauptstadt sank der Wasserpegel in wenigen Tagen 14 Zentimeter“, fügte Ehreke hinzu.

Abgesehen von den saisonbezogenen Produkten denen es nicht möglich ist eingeführt zu werden sollen auch landwirtschaftliche Saatprodukte auf der Warteliste stehen, und eventuell damit den Sektor bedrohen.

(Wochenblatt / La Nación)

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2 Kommentare zu “4.000 wartende Container und 70 Millionen US-Dollar Verlust

  1. Was ich nicht verstehe (abgesehen vom günstigeren Transport-Preis) ist, weshalb die Geschäftsleute/Spediteure nicht zum Sommer (November-März) hin die Container per LKW aus den Häfen in Montevideo und Buenos Aires liefern lassen?!
    Gut, ökologisch eine Katastrophe, für Geschäftsleute aber lukrativ, da die Ware relativ pünktlich eintrifft und man keine Gebühren wegen Vertragsverletzung (Lieferzeiten) bezahlen muß und die Ware verkauft werden kann, anstatt dass sie nun zwangsweise irgendwo in Containern rum steht…

    Wenn die neue Bahn fertig ist (sofern die Planung wirklich umgesetzt wird), können die Container auf Züge sogar von den Atlantik-Häfen bis nach PY rollen. 3 Container-Hubs (in Deutschland heißen die „GVZ“ – Güterverkehrszentrum) in Encarnacion, Villarrica und Asu sollten ausreichen, wo die Züge ent-/beladen werden und die Container dann per LKW ins Land verteilt werden können. Das ist ökologisch sinnvoller als LKW und schneller/zuverlässiger als mit den Flußkähnen…

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