46% befürchten 2018 ihre Stelle zu verlieren

Asunción: Die Arbeitslosigkeit greift in Paraguay weiter um sich. Viele der Angestellten haben nächstes Jahr Angst ihre Stelle zu verlieren.

In einer Studie von dem Institut Latinbarómetro, das Daten aus ganz Lateinamerika sammelte, zeigt, dass 46% der Paraguayer in den nächsten 12 Monaten Angst haben arbeitslos zu werden.

Gegenüber letztes Jahr ist dies eine Steigerung um 12%. 2016 lag der Wert bei 37%. In ganz Lateinamerika haben 41% der Befragten Angst um ihren Job.

Laut einer Erhebung über die kontinuierliche Beschäftigung (EEC) der Generaldirektion für Statistik, Umfragen und Volkszählungen (DGEEC) liegt die Arbeitslosenquote in Paraguay im zweiten Halbjahr 2017 bei 8,9%, das sind 111.473 Personen. 2016 waren 90.000 Menschen ohne Arbeit, die Quote betrug 7,4%.

„Obwohl die Arbeitslosigkeit in der Region niedrig ausfällt nehmen die Menschen ein hohes Maß an Risiko wahr ihren Job zu verlieren. Das kann einen großen Einfluss auf ihr persönliches Wohlbefinden haben“, hieß es in einem jüngsten “Jobs für Wachstum“ Bericht, basierend auf den Daten von Latinbarómetro.

Wochenblatt / 5 Dias

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9 Kommentare zu “46% befürchten 2018 ihre Stelle zu verlieren

  1. In Paraguay besitzen die Arbeitnehmer keinerlei Rechte, von daher halte ich 46 % tatsaechlich fuer eine realistische Zahl.
    Ich bin ja mal gespannt, wenn die neue Regierung kommt, ob da der grosse Austausch in den Behoerden kommt.

    1. Keine Rechte?
      Lesen Sie mal den Codigo Laboral! Es grenzt ans Lächerliche!
      Beispiel Indemnisacion: nach 10 Jahren gilt Unkündbarkeit plus doppelte Indemnisacion rückwirkend auf die 10 Jahre.
      Das führt dazu, dass nach Ablauf von fast 10 Jahren alle Mitarbeiter, auch die Besten, fristlos gekündigt werden. Einer Bekannten soeben passiert. Mit sehr viel Abfindung, bezahlter Kündigungsfrist und mit dem besten Zeugnis versehen: fristlos! Die Sozialjammerer und -schwätzer sollten halt bei der Gesetzgebung ein bisschen mehr denken.

      Mit 46% bin ich auch dabei, und natürlich kommt der Austausch der beamteten Gauner. Alles wie immer.

      1. Iseli, wir muessen ein bisschen differenzieren.
        Im privaten Sektor kann Ihr Beispiel tatsaechlich passieren, aber ich denke dass dies sehr sehr selten ist.
        Tatsache ist, dass kaum ein Paraguayer 10 Jahre einem Betrieb die Treue haelt, sobald irgendwo 100.000 Gs mehr verdient wird, wird gewechselt.
        In den oeffentlichen Institutionen wird zunehmend tertiaerisiert und die „Leihangestellte“ kriegen IMMER befristete Vertraege. In diesem Codigo Laboral steht auch was von Mindesturlaubstagen, aber wenn man immer wieder neue 1-Jahresvertraege unterschreibt, kommt das offiziell nie zur Anwendung, wie auch die 10 Jahre Betriebszugehoerigkeit.
        Scheinbar gibt es keine Fristen in diesen AN-Gesetz, wenn selbst treue Mitarbeiter FRISTLOS gekuendigt werden.
        Die Beamten, die laenger als 10 Jahre in einem Ministerium oder Municipalidad bleiben, weil sie beim Regierungswechsel nicht ausgetauscht worden sind – ich persoenlich kenne nur eine (die keinerlei Verantwortung traegt, aber ihre Vorteile SEHR ausnutzt) – sind die ganz wenigen die von diesem komischen Pseudo-Gesetz profitieren.

  2. Mich wundert das nicht. Nach der letzten Mindestlohnerhöhung fällt uns auf, daß z.B in den Supermärkten extrem Personal eingespart wird. Je höher der Mindestlohn um so weniger Arbeitskräfte werden eingestellt, weil sich das kein Arbeitgeber mehr leisten kann. Es wird ja auch der IPS Beitrag höher.

      1. Das Problem in Paraguay ist, das man alle Jahre wieder nach einem höheren Mindestlohn schreit. Nicht das man den nicht verdienen täte, ich wäre die Letzte die dem nicht zustimme. Leider merken die Menschen immer erst zu spät, das man damit gar nichts erreicht, ausser noch teurere Produkte, und wie oben schon erwähnt, Personaleinsparungen. Das Übel muss an der Wurzel angepackt werden, und zwar an erster Linie die Korrupcionsbekämpfung. Was kann das Volk dazu beitragen? Vieles! Gemeinsam sind wir stark!

  3. Paraguay mit ca. 8 Millionen Einwohnern. Davon sind 2 Millionen Personen in der Arbeiterstatistik erfasst (davon 300.000 Beatmete, die am Schalter Nümmerchen für den FIFO-Queue [first in, first out] herausgeben). Das sind, Moment, Calc-app, jeder vierte arbeitet. Der Rest arbeitet offensichtlich nichts. Und ernährt sich offensichtlich von nichts. Da kann man nicht einmal seine leeren Bierdosen anzünden. Jedenfalls fallen beim Mischeln keine Steuerabgaben an.
    Wenn nun von 2 Millionen 46% befürchten 2018 ihre Stelle zu verlieren, dann, Moment, Calc-app, ja, dann arbeiten in Paraguay offiziell nur noch 1 Million Menschen.
    Doch die Angst der Arbeitnehmer ist völlig unbegründet: Es gibt noch viel zu tun in Paraguay, packen wir unseren Teerere an.

  4. Wie währe es mit Mindestlohn Erhöhung bringt bestimmt Neue Arbeitsplätze und die Waren im Supermark werden dann auch billiger!? Sollte ironisch gemeint sein. Last euch weiter von Gewerkschaften voran treiben dann immer Neue Forderungen wie jetzt die Lehrer und Ande Mitarbeiter ,für bestimmt zu mehr Beschäftigung.

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