70 Millionen US Dollar für Haftanstalten

Die Justizministerin, Sheila Abed, präsentierte dem Finanzministerim eine Liste von drei Banken, die bereit sind einen Kredit in Höhe von 70 Millionen US-Dollar zur Verfügung zu stellen damit die Gefängnisse Tacumbú und in Ciudad del Este ausgebaut werden können, dadurch sollen die aktuellen Überfüllungen ausgeglichen werden.

Die Ministerin traf sich mit dem Rechtsberater des Präsidenten, Sergio Godoy, im Regierungspalast und präsentierte ihm einen Vorschlag der drei Bankhäuser, zwei internationale und eine nationale, deren Namen nicht genannt wurden. Sie würden Kredite im Gesamtvolumen von 70.000.000 USD bereit stellen, die in Raten beglichen werden könnten. „Wir brauchen diese Gelder, damit die Haftanstalten erweitert werden, die Kapazitäten kann man dann verdoppeln“, sagte Abed. Für weitere und größere Projekte sind jedoch mehr Ressourcen notwendig.

Weiter fügte die Ministerin an, dass „man die Zahlungsmodalitäten noch genauer definieren muss. Wir haben das Bieterverfahren beendet, nun müssen die Ergebnisse vom Finanzministerium geprüft werden. Es muss sichergestellt sein, dass das Darlehen auch getilgt wird, dies kann unsere Behörde nicht festlegen, dies ist Aufgabe des Ministeriums für Finanzen“, sagte Abed.

Sowohl das Gefängnis in Tacumbú als auch jenes in Ciudad del Este platzt aus allen Nähten, das Justizministerim musste handeln um einen Kollaps zu verhindern.

In Tacumbú wäre Platz für 1.600 Häftlinge, aktuell befinden sich dort aber 4.000 Insassen, in Ciudad del Este bietet sich ein ähnliches Bild, dort dürften eigentlich nur 400 Personen inhaftiert sein, es sind aber derzeit 1.200 Einsitzende.

Quelle: ABC Color, Foto: Ekem

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6 Kommentare zu “70 Millionen US Dollar für Haftanstalten

  1. Na also,endlich bewegt man sich in Richtung ,wenigstens Ausbau der Gefängnisse!.
    Aber wie ich einmal an Rafael Fillizola schrieb,noch ein weiter Weg um neue
    zu errichten ,mit Maurern und sonstigen Arbeitern,die Kleinkriminell,und
    Hühnerdiebe sind.
    Wie ich schrieb,möge er mit Baufortschritt einige gleich in ihrem neuen „Zuhause“
    belassen.
    An so eine einfache Sache dachte er nicht,-waren wohl die „Hubschrauber“! im Weg.

    mit besten Grüßen
    Penicillin

  2. Es wäre eine Alternatiive, die Gefangenen in Zeltlagern unterzubringen, so wie dies in Texas auch geschieht.
    Das würde erheblich weniger kosten und wäre in kürzester Zeit organisiert.

  3. Zitat: „Wir brauchen diese Gelder, damit die Haftanstalten erweitert werden, die Kapazitäten kann man dann verdoppeln“.

    Wie die aktuellen Zahlen im letzten Abschnitt des Textes zeigen, wird die Verdoppelung nicht ausreichen. Was ist dann die Konsequenz? Entlassen einiger Häftlinge nach Los- oder Auswahlverfahren, um der neuen Aufnahmefähigkeit gerecht zu werden? Oder redet man den Gaunern gut zu, sich die nächsten Jahre ein wenig zurückzunehmen, damit die Kapazität nicht an Ihre Grenzen gerät?

    Man hat, wie eigentlich immer, zu lange gewartet, einen Schnellschuss verabschiedet und wird nach Fertigstellung dann leider feststellen, dass die Mittel mehr oder weniger vergeudet wurden samt Zinsen. Ich wage zu bezweifeln, hier wurde Projektmanagement hinzugezogen.

    Ich plädiere für härtere Gesetze, vielleicht sollte man sogar die Todesstrafe einführen. Das wohl einzige Mittel, um Straftäter zur Überlegung zu zwingen, bevor etwas in Angriff genommen wird, was dann auch, wahrscheinlich, die Straftaten zurückgehen lassen wird.

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