Es herrscht mal wieder Chaos

Die Straßenpolizei in Asunción und andere Kontrollbehörden setzten die Sanktionen gegen fehlende Nummernschilder konsequent um, andere Städte haben diese wieder temporär verschoben, der Grund dafür: Nicht genug Abstellflächen für beschlagnahmte Fahrzeuge.

Die Metropolen Fernando de la Mora, San Lorenzo und Mariane Roque Alonso haben sich entschieden, die Umsetzung des Gesetzes 5236/14 aus Mangel an ausreichenden öffentlichen Abstellflächen für beschlagnahmte Fahrzeuge um einige Zeit zu verschieben. Weitere Städte, wie unter anderem Luque, haben erklärt, erst ab dem 16.Januar mit den Kontrollen zu beginnen, auch hier fehlen öffentliche Räume.

„Wir suchen, aber im Moment können wir nichts machen, wie sollen wir kontrollieren und können dann die Fahrzeuge nicht unterbringen“, sagte der Leiter der Verkehrspolizei in San Lorenzo, Evaristo Masi. Mit dem gleichen Argument verteidigten die Leiter Francisco Vargas und Teresa Caballero aus Fernando de la Mora und Roque Alonso ihre Aussetzung der Kontrollen.

Die einzige Gemeinde, die restriktive Maßnahmen durchführt, ist Asunción. Allein in zwei Tagen hat man 17 Autos, einen Bus und 4 Motorräder konfisziert. Damit die Fahrzeugbesitzer diese wieder zurück erlangen müssen sie sich der offiziellen Registrierung unterziehen und eine Geldstrafe in Höhe von 771.000 Guaranies entrichten.

Der operative Leiter der Stadtpolizei (PMT), Gustavo Cardozo, sagte, dass die Kontrollen weiterhin durchgeführt werden, egal was andere Städte tun. Auch die Straßenpolizei warnte alle Verkehrsteilnehmer, nur noch mit gültigen Fahrzeugpapieren am Straßenverkehr teilzunehmen, “wir machen keine Ausnahme, alle Fahrzeuge ohne Kennzeichen werden beschlagnahmt und sichergestellt“, sagte Cardozo.

Quelle: Ultima Hora

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4 Kommentare zu “Es herrscht mal wieder Chaos

  1. Jetzt wäre es angebracht, die Nummernschilder am eigenen Wagen so fest zu machen, dass sie nicht einfach ab zu schauben sind. Anscheinend werden Nummernschilder gestohlen.

  2. „Chaos“ ist der richtige Ausdruck. Echt amüsant immer wieder zu lesen, wie am Tag der Gesetzeseinführung so ziemlich alles und immer daneben geht. Es hat wohl den Anschein, es macht sich niemand Gedanken zu den einzelnen Themen. Die Aussage an sich, es gäbe nicht genug Platz, um die Autos zu verwahren, ist völliger Humbug. Das kann mir nun wirklich niemand glaubhaft machen.

  3. 17 Fzg. in 2 Tagen? Das ist lächerlich wenig. Offensichtlich sind die bei der PMT völlig blind oder können nicht durch den Stapel Geldscheine auf ihren Augen sehen. Und anteilig daran für geschätzte je 5 Fzg. haben die Nachbarstädte keinen Platz? Dass die da keinen Bedarf für Coima haben, kann ich mir nicht recht vorstellen. :]

    1. Ich habe mir gestern die Mühe gemacht und in Capiata an der Ruta eine Stunde gezählt, wieviel Fahrzeuge bzw. Motorräder ohne Kennzeichen fuhren. Das Ergebnis: 12 Pkw – 38 Motorräder! Und niemand, der das kontrollierte, obwohl Nationalpolizei und Polizei der Municipalidad an den Straßen standen. Übrigens teilweise vertieft in Handygespräche, obwohl das doch seit Okto/Nov. letzten Jahres strikt untersagt sein soll!
      Es werden viele Gesetze und Verordnungen verabschiedet – doch alle „mangels Durchführbarkeit“ nicht beachtet. Ich komme mir vor wie unter den Schildbürgern. Vielleicht sollte man Paraguay umbenennen in Schilda oder Papaguaya.

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