López Perito gesteht Fehler der Lugo Regierung ein

Asunción: Eine Fallanalyse beinhaltet ständig auch das eigene Verhalten und somit Selbstkritik. Der Ex Kabinettschef von Lugos Regierung, Miguel Ángel López Perito, veröffentlichte einen Text unter dem Titel „Hoffnungen in Zeiten einer Cholerakrise“.

Der rechte Arm von Lugo und Anführer der politischen Bewegung „20 de Abril“  sieht in der Verdrängung der linken Regierung nicht nur Schuldige im Lager der traditionellen Parteien sondern gesteht auch „Fehler im eigenen Haus“ ein.

„Nach dem Desaster von Curuguaty hätten weitere Menschen sterben können. Dazu jedoch kam es nicht, weil Fernando Lugo die Größe hatte abzutreten und sich dem Urteil der parlamentarischen Jury zu unterwerfen. Obwohl viele seine fehlende Härte bemängelten, war er eine Option für die Stärkung einer noch zerbrechlichen Demokratie“, versicherte López Perito.

„Wenn man also die eigene Arbeit analysiert, erkennt man, dass man nicht genug getan hat, um den demokratischen Bankrott im vornherein abzuwenden. Seit Dezember 2008 als Fernando Lugo erstmals der Prozess gemacht werden sollte, wussten wir ganz genau, woher die Impulse kommen. Aus unerklärlichen Gründen jedoch reagierten wir nicht darauf. Damit hinterließen wir Frustration“, sagte der Ex Minister.

„Unsere Regierung brauchte es von der sozialen Mehrheit gemocht und verteidigt zu werden. Unsere fehlenden Antworten auf Drohungen wie die im Dezember 2008 ließen viele Leute an uns zweifeln. Sie sahen uns als Rückgrat- und disziplinlose Regierung mit der man alles machen kann an“, so López Perito.

Für López Perito, ist die beste Antwort auf die derzeitige Lage auf die einfachen Menschen zuzugehen, um mit ihnen zu reden. Offene Mikrofone sind dabei nur ein Anfang. „Die Menschen trauern und fordern eine Demokratie, einen Präsidenten, den sie selbst gewählt haben. Mit der Trauer jedoch kommt auch die Hoffnung“, schließt der Text ab.

(Wochenblatt / Última Hora)

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