Beste Traubenproduktion, es fehlt aber an Absatzmöglichkeiten

Paraguari: Etwa 100 Traubenproduzenten in La Colmena, die mitten in der Weinlese stecken, werden mehr als eine Million Kilo Reben der Sorte Kyohõ, rosa und weiß, ernten, aber sie brauchen einen Absatzmarkt.

Gegenwärtig ist der Angebotsmarkt mit ausländischen Produkten gesättigt, obwohl die Weinbauern die nationalen Behörden gebeten haben, die Import-Akkreditierung (Afidi) auszusetzen, erklärte der Landwirt Alejandro Pereira.

Die Pioniere der Traubenproduktion in Paraguay sagen, dass es aufgrund der Covid-19-Pandemie komplizierter sei, ihre Produkte zu platzieren. Hinzu kommt, dass die Einfuhr von Produkten aus dem Ausland nicht unterbunden werde, einige sogar durch Schmuggel, und es sei schwierig, mit ihnen preislich zu konkurrieren, erklärte Pereira.

Er sagte, die größte Charge käme jetzt aus Argentinien und Brasilien, sodass der Markt gesättigt sei. „Niemand hört auf die Forderungen des paraguayischen Produzenten, der unter großen Opfern und mit viel Geduld versucht, mit seinen eigenen Ressourcen voranzukommen. Wenn wir keine Hilfe von der Regierung erhalten, wird die nationale Produktion aussterben“, klagte Pereira.

Er sagte, dass sie sich in einem sehr schwierigen Jahr befinden, das von der Dürre und der Pandemie heimgesucht werde. „Es dauert vier oder fünf Jahre, bis man die Früchte des Opfers in der Traubenproduktion sieht, und wenn man mit der Ernte beginnt, stellt man fest, dass der Markt gesättigt ist“, erklärte Pereira.

Er fügte hinzu, dass die Importeure die “Eigentümer des Abasto-Marktes“ seien und man spüre die Gleichgültigkeit der nationalen Behörden, die sich nicht um das Wohlergehen der wirklichen Arbeiter vor Ort kümmern.

Pereira wies darauf hin, dass die Produzenten versuchen, eine Vereinigung der Weinbauern zu gründen und sich bereits mit Beamten der Marketingabteilung des Landwirtschaftsministeriums getroffen haben, die versprochen hätten, dass das Zertifikat Afidi nicht mehr weiter genehmigt werde. Die Einfuhr von Weintrauben hätte bis Mitte November verboten werden müssen, was aber nicht geschehen sei, beklagte Pereira.

Er stellte klar, dass die Traubenproduktion von La Colmena von sehr hoher Qualität sei, es sei die beste in der Region.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Beste Traubenproduktion, es fehlt aber an Absatzmöglichkeiten

  1. DerEulenspiegel

    Ist das nun ein Witz? Die Winzer klagen darüber, daß ihnen Absatzmöglichkeiten fehlen. Dann frage ich mich aber schon, wie kann man einfach drauf los produzieren ohne vorher die Absatzmöglichkeiten geklärt zu haben. Nicht gerade sehr intelligent.

  2. Von den vielen Weintraubensorten die es weltweit gibt, sind diese nicht gerade die geschmacklich beste Wahl. Und „Wein“ wird dort schon lange nicht mehr gemacht.

  3. Wer ohne Steuern zu zahlen und ohne lange transportwege bezahlen zu muessen immer noch nicht wettbewerbsfähig ist hat es nicht besser verdient……

  4. An reinen Fruchtsäften (außer Orangensaft) fehlt es in Paraguay. Meist nur 15-20 % Fruchtgehalt und mit Zucker versaut. Vielleicht mal als reinen Traubensaft anbieten? Muss ja nicht immer Wein sein, von dem es schon mehr als genug Sorten und Konkurrenz gibt aus Chile oder Argentinien. Aber wenn die alkoholfreien Getränke teurer als die alkoholischen sind, wird es wohl nichts geben.

  5. jeder kennt die Kilo-Preise von Weintrauben hier im Supermarkt. Keine Ahnung, was den Erzeugern gezahlt wird.
    Aber Weintrauben sind offenbar ein absolutes Luxusprodukt – auch wenn gerade zur Zeit das Kilo „Paraguay-Weintrauben“ bei knapp 20000 GS gehandelt wird. Schade, das er im Geschmack nicht mithalten kann.
    Wo könnte sich ein Absatzmarkt bei diesen Preisen erschließen …?