Ayolas: Ein etwa sechs Meter hoher Aussichtspunkt, der auf einem Felsen in der Stadt Santa Rosa aufgebaut ist, erregte aufgrund seiner Größe die Witze der Nutzer in sozialen Netzwerken. Die Stadtverwaltung betont jedoch ihren historischen und archäologischen Wert für die Region.
In der Stadt Santa Rosa, Departement Misiones, inmitten der Berge Tres de Mayo und San Solano, in der Gegend namens Ita Pypore (Fußabdruck eines Steins), befindet sich ein etwa sechs Meter hoher Felsen, der in einen Aussichtspunkt umgewandelt wurde. Er löste witzige Kommentare und den Spott der Internetnutzer aus.
Die Historikerin und Stadträtin Ruth Almada hob jedoch die schöne Landschaft des Ortes hervor und beklagte sich, dass der Standpunkt aufgrund von Spott in sozialen Netzwerken ein Trend sei, was laut Almada auf mangelndes Wissen über den Wert des Ortes hindeute. Dieses Bauwerk sei eine Gelegenheit, den Tourismus in der Region zu fördern.
„Die abwertende Haltung gegenüber diesem Ort beruht auf Unwissenheit, denn das Terrain von Santa Rosa, Departement Misiones , besteht aus mehreren Bergen und Tälern, was es uns ermöglicht, von diesem Standpunkt aus imposante Landschaften zu beobachten“, erklärte Almada.
Andererseits wies die Historikerin darauf hin, dass so ein monumentales menschliches Werk nicht mit einem majestätischen Werk der Natur verglichen werden könne. Außerdem fügte sie noch an, dass dieser Aussichtspunkt mit dem umgewandelten Stein ebenfalls nicht mit anderen Aussichtspunkten im Land auf eine gleiche Ebene gestellt werden dürfe. Sie schätzte es, dass die Architekten die Natur respektiert hätten, indem sie beim Bau der Route den Stein am Straßenrand liegen ließen.
„Es ist ein Ort, der die Aufmerksamkeit von Einheimischen und Fremden auf sich zieht. Es ist ein günstiger Moment, um den Tourismus zu stärken. Wir haben in Santa Rosa hier viele sehr verborgene Schätze. Man kann diese Wunder finden, wenn man durch die Gegend der lokalen Straßen fährt, weil ein großer Teil unseres Territoriums Steinfundamente hat. Außerdem haben wir viele Wasserläufe und Natur im Überfluss“, fügte sie hinzu.
Abschließend wies Almada darauf hin, dass die in den Stein gesetzte Infrastruktur sowie mehrere massive Eisenbänke und Müllcontainer eine Investition der Verwaltung des ehemaligen Bürgermeisters Arnaldo Valdés seien. Das Bauwerk kostete 15 Millionen Guaranies, während die Mitglieder des örtlichen astronomischen Vereins die Einweihung der Verbesserungen begleiteten, indem sie den Mond von diesem Ort aus beobachteten. Der Aussichtspunkt liegt etwa 270 km von Asunción entfernt.
Wochenblatt / Ultima Hora











DerEulenspiegel
Vielleicht sollte die Aussichtsplattform ursprünglich eine Höhe von 16 Metern ausweisen – nur ist leider während der Planungs- und Bauphase das Geld aus bekannten Gründen ausgegangen. So ließ man einfach die Eins vor der geplanten Höhe weg und gut ist´s. Hinterher findet man tausend Gründe, warum sich die Aussichtsplattform lediglich in schwindelerregender Höhe von 6 Metern befindet und wie toll das alles ist. Hat schon was von einem Schildbürgerstreich an sich. Was hat eigentlich diese „Aussichtsplattform“ gekostet?