Innenminister zu der Verbrechenswelle: “60.000 Polizisten werden gebraucht, wir haben nur 28.000“

Asunción: Innenminister Federico González begründete die Unsicherheit des Landes damit, dass die Hauptursache der Mangel an Personal sei. Er sagte, dass es derzeit nur 28.000 Polizisten gebe, obwohl im Verhältnis zur Einwohnerzahl 60.000 Beamte benötigt würden.

Der Minister dankte für die Berichte über die Unsicherheit, betonte jedoch, dass das Hauptproblem der Mangel an Polizeibeamten sei. „Allein um über eine Partie zwischen Cerro und Olimpia zu abzusichern, werden 2.500 Polizisten benötigt. Dieses Jahr haben nur 2.000 Beamte ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen“, berichtete González.

Laut dem Innenminister hänge die Sicherheit auch von jedem Einzelnen ab. Dies sei eine große Herausforderung, vielleicht die größte für die Regierung, weshalb umfassende Lösungen erforderlich seien, versicherte er weiter.

In Bezug auf die Sicherheit der Staatsanwälte sagte er, dass sie daran arbeiten, das geltende Protokoll zu aktualisieren, da viele einen Polizeischutz ablehnen. „Viele erhalten diesen Schutz nur widerwillig oder wollen, dass dieser bei ihnen zu Hause überhaupt nicht erfolgt“, sagte González abschließend.

Wochenblatt / Radio Ñanduti / Beitragsbild Archiv

CC
CC
Werbung

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

5 Kommentare zu “Innenminister zu der Verbrechenswelle: “60.000 Polizisten werden gebraucht, wir haben nur 28.000“

  1. Ist schon komisch. Aus Europa kommend hat man das Gefühl sich in Paraguay in einem Polizeistaat zu befinden, An jeder Ecke steht ein mit dem Handy spielender Polizist, sowie ständigen Polizei- und Verkehrskontrollen. So denke ich, das Problem in PY ist weniger eine Frage der Quantität, viel eher eine Frage der Qualität des Personals, ihrer Ausbildung und Fortbildung. Aber auch eine große Frage ihrer charakterlichen Eignung und Bestechlichkeit. Wie oft hört man doch hierzulande davon, daß selbst Polizeibeamte in kriminelle Machenschaften verwickelt sind. Was kann man von einem solchen Personal schon groß erwarten?

    20
    2
  2. Von Lince bis Interpol, die sind genau so korrupt. Ich selbst habe der Interpol für Gazeosa spenden müssen, damit sie es noch heute erledigen und ich nicht zweimal hin musste. Von der Lince habe ich auch schon nicht so Geradliniges gehört. Allerdings hatte ich selbst das Vergnügen mit der Lince noch nicht. Da bin ich mir aber trotzdem sicher, dass sie nicht nein sagen für eine Gazeosa grati.
    Was dieses Land bräuchte ist eine Polizei die auch für ernst genommen wird. Die Armen meiden die Polizei, wissen, dass sie eh nie in die Quartiere-Commun kommen. Die Mittelschicht weiß, dass man sie bezahlen kann.
    Erst vor ein paar Tagen stand ich in der Ferre, die vor mir hat Bewegunsmelder, Photovoltaik-Sensor und Schloss gekauft und mit jemandem telefoniert. Was ich mitbekommen habe, war, dass sie den Täter kennen. Ich wollte sie ja noch fragen, warum sie nicht zur Polizei geht. Aber die hätte mich wohl ausgelacht.
    Eine Polizei ist nur dann glaubwürdig, wenn sie auch in jedem Falle kommt, wenn man sie anruft und die Angelegenheit vor Ort abklärt, Bestandesaufnahme macht, Beweise sichert, nötigenfalls Verhaftungen vornimmt und Zeugen befragt. Das wissen wir alle, die wir aus einem zivilisierten Land kommen.
    Hier kommt sie schon gar nicht, und wenn, dann meinst da kämen zwei vom Zirkus vorbei. Im besten Falle kann man sein Geschichtchen zu Protokoll geben und wird auch ausgedruckt. Das war’s dann. Dann kann man einen Anwalt nehmen und die Gegenpartei einklagen. Oder es auch gleich sein lassen.

  3. Ich google nach “Frederico Gonzalez” und das erste Ergebnis: Lebenslauf im pdf-Format. Ich click drauf und sehe ungefähr 100 Dozenten-, Direktoren-, Präsidenten- , Repräsentanten- sogar Botschafterposten. Spitzenmann, denkt der Naivling.
    Und dann spricht er davon, dass es beim Fussballderby nicht genug Polizisten gibt.
    Die geballte Kompetenz zum Besten gegeben.
    Aber mal eine andere Frage: Haben die Staatsanwälte in diesem Land tatsächlich ein Recht auf 24 h Polizeischutz? Interessant, dass viele das sogar ablehnen. Diese Bande traut selbst ihrer eigenen Polizei nicht.

  4. Selbst wenn man die Täter klar und deutlich auf Video hat, bewegt der zuständige Polizist seinen Allerwertesten nicht aus dem Sessel. Es sei denn, man spendiert was fürs Aufstehen, für den Kauf eines Kugelschreibers und Notizbuchs und eine Packung Tereré.
    Nicht zu vergessen, daß der Sprit im Polizeiauto auch noch bezahlt werden muss.
    Nacht- und Feiertagszuschlag nicht vergessen.
    Dann kommt VIELLEICHT ein Auto mit 2 bis 4 Polizisten zum Tatort, die sich dort SEHR interessiert umschauen.
    Aber ganz sicher nicht, um Spuren zu sichern.
    Besser, man ruft sie erst gar nicht und schenkt sich eine Anzeige.
    Dann hat man zum Schaden durch den Täter nicht auch noch weiteres Geld verloren, ganz zu schweigen von der unnütz vertanen Zeit.
    Die 28 000 bereits vorhandenen Polizisten bringen wohl nicht genug Coima ein für ihre Vorgesetzten.
    Das liesse sich natürlich mit der mehr als doppelt so hohen Anzahl ändern.
    .
    Ach übrigens……….
    Die Motoabzocker von der Municipalidad in Asunción dürfen wohl wieder zum Wohle des Bürgermeisters die Autofahrer ausnehmen.
    In der Aviadores del Chaco waren sie jedenfalls in den letzten Wochen schon wieder eifrig an der “Arbeit”.

Kommentar hinzufügen