Doch nicht nur Gras und Wasser: Verbot von Wachstumsförderer in der Viehzucht erhöht Kosten

Asunción: Der Beschluss des Nationalen Dienstes für Tiergesundheit, der auf Wunsch der EU die Verwendung von Wachstumsförderern in Betrieben, die an das Rückverfolgbarkeitssystem angeschlossen sind, verbietet, hat unter Viehzüchtern Besorgnis ausgelöst.

Der Viehzüchter Luis Soljancic teilte Valor Agro seine Ansichten mit und wies darauf hin, dass sich die Maßnahme negativ auf die Effizienz der Produktion auswirken und die Produktionskosten erhöhen wird.

Soljancic, dessen Unternehmen zum Rückverfolgbarkeitssystem gehört, wies darauf hin, dass das Verbot sowohl in produktiver als auch in finanzieller Hinsicht erhebliche Auswirkungen haben wird. Es wird sich auf Tiere auswirken, die in Ställen oder in Haltungszentren gehalten werden, die von diesen Projektträgern zur Verbesserung der Futtermitteleffizienz genutzt wurden. Auch wenn die Erzeuger die EU-Vorschrift einhalten, warnt Soljancic, dass die Preise angepasst werden müssen, um Elemente der Produktionskosten zu kompensieren.

Der Landwirt erklärte sich bereit, die EU-Forderungen zu erfüllen, betonte jedoch, dass die Maßnahme zu einem Anstieg der Kosten pro erzeugtem Kilo führen wird, da die Futterverwertung der Tiere beeinträchtigt wird. Er wies darauf hin, dass es biologische Alternativen gibt, wie z. B. die Verwendung von ätherischen Ölen aus Knoblauch und Petersilie, die jedoch höhere Kosten verursachen als die bisher verwendeten Wachstumsförderer.

Was die Strategie und die wirtschaftliche Tragfähigkeit des weiteren Exports von Fleisch in die EU betrifft, so sagte Soljancic, dass die Erzeuger analysieren müssen, ob dies für sie finanziell sinnvoll ist. Wenn die Nachfrage mit einem Anstieg der Rinderpreise einhergehe, um die höheren Produktionskosten zu kompensieren, würden sie weiterhin exportieren, andernfalls könnten sie sich nach anderen Möglichkeiten umsehen.

Was den europäischen Markt betrifft, so erkannte Soljancic dessen Bedeutung und Prestige an, betonte aber, dass der Kostenanstieg mit besseren Preisen einhergehen müsse, damit die Erzeuger ihre Produktion aufrechterhalten und weiterhin Fleisch in die EU liefern könnten. Er räumte ein, dass die Forderung der EU legitim sei, betonte aber die Notwendigkeit eines wirtschaftlichen Gleichgewichts, um die Nachhaltigkeit der Viehzucht in Paraguay zu gewährleisten.

Sollte die EU diese Maßnahme nicht akzeptieren und umfassendere Maßnahmen beschließen, so warnte Soljancic, könnte dies die Fähigkeit zum Export auf andere Märkte beeinträchtigen, da die Produktionskosten steigen würden. Abschließend wies er auf die Komplexität der Produktionskette und die möglichen Auswirkungen auf die Vermarktung der Erzeugnisse nicht nur auf dem europäischen Markt, sondern auch auf anderen Märkten hin.

Wochenblatt / El Nacional

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3 Kommentare zu “Doch nicht nur Gras und Wasser: Verbot von Wachstumsförderer in der Viehzucht erhöht Kosten

  1. DerEulenspiegel

    Was heißt so verschleiernd „Wachstumförderung“ der Tiere? Sind das nicht schlicht und einfach höchst bedenkliche Hormonbehandlungen? Wenn ich mir allein die hiesigen Hähnchenschlegel im Handel anschaue, vergeht mich schon der Appetit. So groß wie ein Gänseschlegel! Wie kann das nur sein?

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    1. Und ich war bis eben noch der Meinung, daß ich hier „sauberes“ Fleisch zu kaufen bekomme. Habe aber schon mehrfach die Erfahrung gemacht, daß sich die Katzen bei bestimmten Fleischabschnitten auf dem „Absatz“ umgedreht haben und davon gelaufen sind. Ich lasse jetzt immer die Katzen vorkosten.