Asunción: Vier Anti-Drogen-Polizisten wurden wegen des Diebstahls von 30 Kg Kokain verhaftet. Der neue und beschämende Vorfall wurde von den Opfern, die angeblich ein Zigarettengeschäft betreiben, angezeigt.
Der Vorfall hat bereits zur Entlassung des Leiters der Drogenbekämpfungsbehörde, Sergio Insfrán, geführt.
In einem weiteren peinlichen Vorfall wurden gestern vier Beamte der Anti-Drogen-Kontrollabteilung der Nationalpolizei verhaftet, weil sie angeblich 30 kg Kokain aus einem Geschäft in den Straßen Incas und Veteranos del Chaco im Stadtviertel San Pablo in Asunción gestohlen haben sollen.
In diesem Zusammenhang ordnete die Generaldirektion der Kriminalpolizei die Entlassung des Leiters der Antidrogenabteilung, Kommissar Sergio Daniel Insfrán Martínez, an, der durch Kommissar Osvaldo Javier Andino ersetzt wird, der Leiter der Ermittlungen in Asunción war.
Bei den Verhafteten handelt es sich um den Inspektor Blas Arnaldo Medina, den Unteroffizier Pedro López Trinidad, den Unteroffizier Fidel Bernal Centurión und den Inspektorunteroffizier Carlos Marco Costa Ortiz.
Dem offiziellen Bericht zufolge handelte es sich bei dem angeblichen Vorfall, in den die verhafteten Beamten verwickelt waren, um einen schweren Raub von Bargeld und drei Mobiltelefonen, der sich am 20. Dezember im Stadtteil San Pablo ereignete.
Die Nationalpolizei bestätigte jedoch, dass die Anti-Drogen-Agenten mindestens 30 kg Kokain beschlagnahmt haben sollen.
Der Vorfall wurde von den Opfern des bewaffneten Raubüberfalls, der von den vier Agenten verübt wurde, gemeldet.
Die Denunzianten betreiben angeblich ein Geschäft, in dem sie Rauschgift verkaufen.
Auf einer von den Opfern als Beweis vorgelegten Handy-Aufnahme eines Überwachungsvideos ist zu sehen, wie die Beamten der Nationalpolizei eine Kiste mit der genannten Menge an Drogen an sich nehmen.
Außerdem intervenierte gestern Abend eine Delegation der Polizei und der Staatsanwaltschaft in der Antidrogen-Basis in Lambaré, Departement Central.
Im Zusammenhang mit dem Skandal um die vier Agenten erklärte Innenminister Enrique Riera, dass die Regel „Null Straflosigkeit, Null Toleranz für Korruption“ lautet.
Er bedauerte die Situation und erinnerte daran, dass man noch vor kurzem die erfolgreichen Operationen im Gefängnis von Tacumbú und im Departement Canindeyú gefeiert habe, und nun versuche man „wegen einiger weniger Personen, die gesamte Polizei zu beschmutzen“.
„Wann immer wir Korruptionsfälle innerhalb der Polizei finden, werden wir unerbittlich sein, morgens, mittags und abends“, sagte er.
Riera erläuterte, dass in dem Video zu sehen ist, dass die Agenten eine Kiste aus dem Haus tragen „und ich glaube nicht, dass es sich um Chips handelt“, sagte er. Er ist sich sicher, dass es wieder einmal ein Drogenproblem gibt und dass es sich um ein Krebsgeschwür handelt.
„Wir dürfen nicht nachlassen. Wir werden weiterhin Arme amputieren, um den Körper zu retten. Wir werden unerbittlich sein“, sagte er.
Cuatro agentes antinarcóticos fueron detenidos por el supuesto robo agravado de entre 20 a 30 kilos de cocaína, además de teléfonos y dinero, en una vivienda en el barrio San Pablo de Asunción, donde se distribuía la droga. Ocurrió a las 13:20 del 20 de diciembre. #TodoEstáEnLN pic.twitter.com/5mVuEaSpHm
— Diario La Nación (@LaNacionPy) December 23, 2023
Wochenblatt / Última Hora













DerEulenspiegel
Immer häufiger und immer dreister kommen Polizeikräfte in Konflikt mit dem Gesetz, werden Teil des Banditentums in Paraguay. Dennoch hört man kein Wörtchen von seiten der Politiker darüber, wie und was sie daran ändern wollen. Das fängt doch schon bei der Rekrutierung von künftigen Polizeibeamten an, geht über charakterliche Eignungstests, Überprüfung von familiären und freundschaftlichen Verhältnissen. Gerade in einem so hoch-korrupten Land wie Paraguay wäre es unerläßlich, daß Polizeibeamte von unterster Stufe an bis hinauf zu den höchsten Positionen von unabhängigen, besonders zuverlässigen Kontrollinstanzen ununterbrochen überprüft und kontrolliert werden. Auch wäre es gut, wenn gerade Beamte bzw. Staatsbedienstete stets mit der doppelt-hohen Strafe wie im Zivilbereich bestraft würden. Doch das eigentliche Grundproblem ist ein allgemein gesellschaftliches. Das fängt in den Grundschulen schon an. Es werden nirgendwo WERTE und MORAL vermittelt – eher ist das Gegenteil der Fall. Wer andere „über den Tisch“ zieht, oder auf gut Deutsch „erfolgreich bescheißen“ kann, gilt als besonders klug und clever. Und so zieht sich das durch die gesamte Gesellschaft und endet in der hohen Politik.
Sonker
Drei Rosenkränze beten. Zwei Kerzen anzünden. Schon ist die Welt in Ordnung.
TejuJagua
*“Wann immer wir Korruptionsfälle innerhalb der Polizei finden, werden wir unerbittlich sein, morgens, mittags und abends”, sagte er.*
Da kam mir doch glatt vor Lachen der Kaffee aus der Nase………….:-)