Tod von Florian Géraud in Paraguay: Die Staatsanwaltschaft Toulouse leitet eine Untersuchung wegen „Mordes“ ein

Asunción: Wurde der 43-jährige Florian Géraud aus Ariege, der am 4. Januar 2024 unter seltsamen Umständen tot in Paraguay aufgefunden wurde, ermordet? Seine Eltern und die französische Justiz sind davon überzeugt. Die Staatsanwaltschaft von Toulouse hat vor kurzem ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes eingeleitet.

Die französische Justiz will den Zweifel ausräumen. Die Staatsanwaltschaft von Toulouse eröffnet nach dem Tod von Florian Géraud in Paraguay Anfang Januar ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes.

Es wird „Aufgabe des designierten Untersuchungsrichters sein, die Ermittlungen auf der Grundlage eines Rechtshilfeersuchens oder eines Rechtshilfeersuchens an Paraguay fortzusetzen“, erklärte die Staatsanwaltschaft Toulouse.

Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens wegen Mordes

Der 43-jährige Arier, der sich auf einer Reise durch das Land befand, wurde am 4. Januar 2024 mit einem Strick um den Hals in einer verlassenen Pizzeria gefunden, die mehr als eine Stunde Fußweg von seiner Unterkunft in einem Vorort von Asuncion entfernt lag.

Laut Autopsiebericht starb Florian Géraud an einem mechanischen Erstickungstod und sein Körper wies keine Anzeichen von Gewalteinwirkung auf. Die paraguayischen Behörden gehen von Selbstmord aus, weisen aber auch darauf hin, dass sie „keine Hypothese über die Ursachen seines Todes ausschließen“.

„Er hatte keinen Grund, sein Leben zu beenden“

Eine in der Tat unwahrscheinliche und undenkbare Hypothese, wie seine im Departement Ariège lebenden Eltern meinen. Sie haben letzte Woche bei der Gendarmerie in Massat Anzeige erstattet. Florian hatte sehr regelmäßigen Kontakt zu ihrem Sohn, zeigte keine Anzeichen von Depressionen und verbrachte sehr schöne Ferien. Er hatte ihrer Meinung nach keinen Grund, seinem Leben ein Ende zu setzen.

„Wir essen mehrmals in der Woche zusammen, ich kenne alle seine Freunde. Er ist kein depressiver Junge. Es lief gut für ihn, beruflich und privat. Er kam mit allen gut aus. Es gab keinen Grund für ihn, Selbstmord zu begehen“, hatte Florians Vater am 10. Januar ausgesagt.

Florian war aufgebrochen, um einen sensiblen Dokumentarfilm zu drehen.

Florian Géraud, ein professioneller Kameramann und Immobilienmakler, war Anfang Dezember zu einem Freund nach Paraguay gereist, um dort einen investigativen Dokumentarfilm über das Schicksal der Guaraní-Indianer zu drehen, die von ihrem Land enteignet werden. Ein heikles Thema in dem Land.

In der Presse vermutet die Mutter des Opfers, dass sein Tod mit dieser Reportage in Verbindung stehen könnte“. „Ich habe im Internet recherchiert und festgestellt, dass in Paraguay die Beziehung zwischen den Großbauern und den enteigneten indigenen Völkern ein äußerst sensibles Thema ist“.

Er wurde ohne Geld, Papiere oder Bankkarte gefunden

Die Umstände seines Todes sind sehr unklar. In der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar soll Florian seinen Wohnort in Paraguay zweimal verlassen haben. Während er nach seiner ersten Abreise zurückkehrte, tauchte er nach seiner zweiten Abreise laut Videoüberwachungskameras nicht mehr auf. Er soll ohne Geld, Bankkarte oder Ausweispapiere ausgegangen sein.

Seine Leiche wurde dann drei Tage später erhängt in einem verlassenen Gebäude einige Kilometer von seiner Unterkunft entfernt gefunden. Sein Mobiltelefon wurde in der Nähe seiner Überreste gefunden. Es war zuletzt am 1. Januar 2024 um 04:44 Uhr online gewesen.

Ergebnis der Autopsie in 45 Tagen

Die Eröffnung dieser gerichtlichen Information wird es Florians Angehörigen ermöglichen, die Ermittlungen vor Ort zu verfolgen.

Wir sind sehr zufrieden mit dieser Eröffnung der gerichtlichen Ermittlungen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die französische und die paraguayische Justiz in diesem Fall zusammenarbeiten, damit die Wahrheit herausgefunden werden kann. Mit diesem Akt wird die französische Justiz informiert und kann die Ermittlungen, die derzeit in Paraguay durchgeführt werden, verfolgen.

Rechtsanwalt Alexandre Martin, Anwalt der Eltern von Florian Géraud

Das Telefon von Florian Géraud befindet sich noch immer in Paraguay. Die Extraktion der Daten aus dem Telefon und andere Verfahren sind noch nicht abgeschlossen. „Die Ermittlungen gehen weiter“, versicherte Staatsanwältin Carla Rojas, die die Ermittlungen vor Ort verfolgt. Was das vollständige Ergebnis der Autopsie betrifft, „liegt es noch nicht vor. Es könnte bis zu 45 Tage dauern“.

Wochenblatt / France 3

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2 Kommentare zu “Tod von Florian Géraud in Paraguay: Die Staatsanwaltschaft Toulouse leitet eine Untersuchung wegen „Mordes“ ein

  1. Hoffentlich macht die französische Justiz den Paraguayischen Amigos Dampf unter ihren Hintern. Leider hat sie das im Fall der Französin Juliette versäumt , wohl weil die paraguayischen Amigos dort nicht Verwandte der Täter , sondern selber Täter sind ? Wer könnte sonst mit Kind und Ziegen ungestört in der Corona Zeit reisen als die Amigos?

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    E voilá.
    C’est la culture Guarani par excellance. Le assesineé, le degoulleé, etc.
    E voilá.