Die medizinischen Vorteile von Cannabis und die unerwünschten Nebenwirkungen im Ausland

Die Hanfpflanze wurde von den Chinesen bereits vor mehr als 4.000 Jahren als Medizin genutzt. Auch heute wird Cannabis besonders in der Schmerztherapie geschätzt. Gemeint ist hier jedoch eine hochreine Substanz, die nichts mit einem Joint zu tun hat. In Deutschland ist der Konsum inzwischen weitgehend legal, im Ausland kann der Besitz dagegen unangenehme Folgen haben.

Medizinisches Cannabis zur Unterstützung von Therapien

Besonders in der Schmerztherapie gibt es zahlreiche Studien, die der Heilpflanze eine unterstützende Wirkung bescheinigen. Zwar halten sich die Krankenversicherungen zurück, aber Ärzte dürfen medizinisches Cannabis für die Behandlung schwerer Erkrankungen behandeln. Leider definiert der Gesetzgeber nicht, was „schwer“ bedeutet. Dies lässt viele Hausärzte davon absehen, die wirkungsvolle Medizin zu verschreiben.

In solchen Fällen muss der Patient nicht aufgeben. Online-Plattformen wie CanDoc bieten eine unabhängige Prüfung durch erfahrene Cannabis-Ärzte an. Auf diese Weise können Patienten Cannabis online bestellen und das Rezept sicher einlösen. Die Lieferung erfolgt über eine frei wählbare Apotheke. Die Übernahme einer Cannabis-Therapie durch die Krankenkasse ist bedauerlicherweise an sehr hohe Hürden gebunden und wird häufig abgelehnt.

Cannabis ist nicht gleich Cannabis

Wer Schmerzen oder andere Beschwerden lindern möchte, erhält durch die Apotheke medizinisches Cannabis. Es unterscheidet sich von der Substanz für einen Joint durch eine deutlich höhere Reinheit. Sie wird in speziell lizenzierten Laboren erreicht. Im Gegensatz dazu genügt das Kraut aus einem Cannabis-Club nicht den hohen Anforderungen an ein Medikament.

Genusscannabis unterliegt nicht den strengen Herstellungsregeln, denen ein Medikament unterliegt. Nach dem Gesetz kann der Ausgangsstoff für einen Joint in den eigenen vier Wänden hergestellt werden. Über die Qualität des Krauts entscheidet die Sachkenntnis des Anbauers. Die speziellen Herstellungsrichtlinien der Europäischen Kommission lassen sich so nicht umsetzen.

Risiken und Nebenwirkungen

Der Konsum von Cannabis kann in Verbindung mit der Einnahme weiterer Medikamente Unverträglichkeiten erzeugen. Deshalb ist zumindest die Online-Konsultation eines erfahrenen Cannabis-Arztes empfehlenswert. Er kann die Verträglichkeit anhand des Krankheitsbildes und der verordneten Medikamente einschätzen.

Cannabis ist ein Rauschmittel, das die Fahrtüchtigkeit einschränkt. Wie bei anderen Beruhigungsmitteln muss der Autofahrer sicherstellen, dass er in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu lenken. Spätestens bei einem Unfall dürfte der Cannabiskonsum unangenehme rechtliche Folgen haben. Seit 22. August 2024 gilt zudem ein Grenzwert von 3,5 Nanogramm je Milliliter Blut. Bei einer höheren Konzentration drohen für den Fahrer harte Strafen.

Cannabiskonsum in vielen Ländern weiterhin verboten

Einige Staaten ziehen mit ihrer Cannabisproduktion sogar Touristen an. Ein Beispiel sind die Aktivitäten der paraguayischen Industriehanfkammer. Das südamerikanische Land ist jedoch beim privaten Besitz von Hanfpflanzen weniger entspannt. Die Justiz kann hier bis zu 15 Jahren Haft verhängen.

In Singapur, einigen arabischen Staaten oder Indonesien drohen Reisenden mit Cannabis im Gepäck ebenfalls langjährige Haftstrafen. Theoretisch ist sogar die Verhängung der Todesstrafe möglich, wovon die meisten Gerichte bei Ausländern jedoch eher absehen.

In der EU gibt es ein uneinheitliches Bild. Während Malta, die Niederlande und Spanien einen liberalen Umgang pflegen, sind der Handel, Besitz und Konsum in den meisten anderen Ländern verboten. Frankreichs Justiz ahndet die Einfuhr von Cannabis mit bis zu zehn Jahren Gefängnis. In den USA haben einige Bundesstaaten das Kiffen legalisiert, andere nicht.

Es lohnt sich also, vor einer Auslandsreise zu prüfen, ob der Konsum von Cannabis im Zielland erlaubt ist.

CC
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