Bella Vista Norte: Die Bauarbeiten sollten zu Beginn des Jahres beginnen, als der Direktor Ricardo Daniel Cristaldo Fernández von der Grundschule N° 1957 Gral. Marcial Samaniego in Bella Vista Norte, Amambay, 128 Millionen Guaraníes auf sein Konto erhielt.
Die Mittel waren für das Projekt TAPE bestimmt, ein Programm des Bildungsministeriums zur Verbesserung der Infrastruktur.
Da jedoch in der Einrichtung keine Fortschritte zu sehen waren, kamen Zweifel auf und es wurde eine Überprüfung des Falls eingeleitet.
Die Anzeige wurde am 27. Oktober letzten Jahres in der 5. Polizeistation von einer Lehrerin und zwei Müttern erstattet. Sie erklärten, dass der Direktor seit August nicht mehr zur Schule gekommen sei, dem Monat, in dem er ein ärztliches Attest vorgelegt hatte, in dem er angab, dass er einen Trauerfall in der Familie zu beklagen habe. Seitdem sei er nicht mehr zurückgekehrt. In der Anzeige gaben sie auch an, dass Cristaldo die Ausweisnummer des Sohnes einer der Anzeigeerstatterinnen, der Vertreterin des Schülerrats, gefälscht habe, um Dokumente für das Projekt zu verschieben.
Erklärungen
Der Leiter der Departementsdirektion, Luis Figueredo Brítez, erklärte, dass der Direktor, als man tatsächlich begann, Erklärungen für die Verbesserungen zu verlangen, angab, den Tod seiner jugendlichen Tochter zu betrauern. Dieses Dokument wurde von der Schwester des Direktors zusammen mit einem ärztlichen Attest vorgelegt. „Danach verschwand er vollständig”, erklärte er.
Später legte die Familie weitere Unterlagen vor, aus denen hervorging, dass Cristaldo in einer psychiatrischen Klinik in Asunción mit der Diagnose einer akuten Psychose und einer sehr schweren Depression behandelt wurde. Figueredo erklärte, dass der Fall erneut auftauchte, nachdem die Departementsversammlung einen offiziellen Bericht vom MEC angefordert hatte.
Er ist seit kurzem Amtsinhaber
„Angesichts dieser Situation wissen wir nicht, wie die Realität aussieht.“ Cristaldo wurde im April 2024 zum Direktor ernannt und war somit anderthalb Jahre im Amt, als er nicht mehr erschien. Der Fall liegt nun in den Händen der Staatsanwaltschaft Nr. 1 unter der Leitung von Rechtsanwalt Emilio Álvarez. Die größte Frage ist nun, was mit den 128 Millionen Guaraníes passiert ist. Die Behörden erklärten, dass sie keinen direkten Zugriff auf das Projektkonto haben, da dies der Projektdurchführungseinheit des MEC (UEPP) obliegt.
Figueredo bestätigte, dass sie bereits die Generaldirektion für Bildungsmanagement, die Rechtsberatung und die Direktion für Grundschulbildung informiert sowie Anzeige bei der Polizei erstattet haben. Die Ermittlungen sollen klären, ob das Geld vom Bankkonto des Direktors der Einrichtung abgehoben wurde und wo es sich befindet. Die Antwort auf die Frage kann man sich wohl schon denken.
Wochenblatt / Extra















