Asunción: Präsident Santiago Peña kündigte an, dass die Regierung den Verbraucherschutz massiv stärken wird. Dazu gehört die Ausarbeitung eines neuen Verbrauchergesetzbuches – eine Maßnahme, von der er bereits jetzt voraussagt, dass sie auf Widerstand und Beschwerden seitens der Unternehmerverbände stoßen wird.
„Wir werden viele Klagen von Geschäftsleuten und Wirtschaftsverbänden hören“, erklärte der Präsident. Er rechtfertigte die Entscheidung der Exekutive damit, dass der Staat gegen Marktmissbrauch bei der Preisgestaltung einschreiten müsse, insbesondere in Zeiten steigender Kaufkraft und höherer Verkaufszahlen. Peña betonte, dass Wirtschaftswachstum keine Entschuldigung für ungerechtfertigte Preiserhöhungen sein dürfe: „Das Land verfügt über Instrumente zum Schutz der Verbraucher, und wir werden sie einsetzen.“
Fokus auf Sedeco und Conacom
Ein zentraler Punkt der Strategie ist die Stärkung der Verbraucherschutzbehörde (Sedeco), die ab diesem Jahr erweiterte Befugnisse erhalten soll. Parallel dazu kündigte Peña eine aktivere Rolle der Nationalen Wettbewerbskommission (Conacom) an. Er wies darauf hin, dass oligopolistische Strukturen – vor allem im Fleischmarkt, bei Supermärkten und im Einzelhandel – die Preisbildung direkt beeinflussen. Diese Verzerrungen würden nicht nur die Endverbraucher treffen, sondern auch kleine Zulieferer und Mipymes benachteiligen.
Balance zwischen Profit und Schutz
Der Präsident stellte klar, dass die Regierung keine Konfrontation mit dem Privatsektor sucht, aber klare Grenzen setzen will. „Ich möchte, dass Unternehmer investieren und Geld verdienen, aber wir müssen ein Gleichgewicht zwischen dem Schutz der Wirtschaft und dem Schutz der Bürger finden“, sagte er. Die Aufgabe des Staates sei es, faire Regeln für alle Marktteilnehmer zu garantieren. Er werde keine Praktiken dulden, die die Kaufkraft der Bevölkerung schwächen.
Wochenblatt / Itapúa Noticias / Beitragsbild Archiv















