Asunción: Häusliches Abwasser ist im Grunde ein „flüssiger Dünger“, da es alle Hauptnährstoffe enthält, die Pflanzen zum Wachsen benötigen. Diese stammen primär aus menschlichen Ausscheidungen, Speiseresten und Reinigungsmitteln.
Die wichtigsten enthaltenen Nährstoffe sind Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K).
Neben den „Großen Drei“ finden sich weitere wertvolle Elemente, wie Magnesium & Calcium, Schwefel und Spurenelemente wie Zink, Kupfer, Eisen und Bor in geringen Mengen vorhanden.
Man unterscheidet oft zwischen zwei Strömen, um die Nährstoffe gezielter nutzen zu können, Schwarzwasser (Toilette) und Grauwasser (Bad, Küche, Wäsche).
Wenn jedoch ungeklärtes Abwasser in den Boden gelangt, löst dies eine Kette von ökologischen Problemen aus.
Verschmutzung des Grundwassers
Der Boden hat zwar eine Filterfunktion, doch diese ist bei großen Mengen ungeklärten Abwassers schnell überfordert. Schadstoffe wie Nitrat, Phosphate und Pharmazeutika können bis in das Grundwasser sickern. Besonders problematisch ist die Belastung durch Nitrat, das im Trinkwasser Grenzwerte überschreiten kann und gesundheitsgefährdend ist.
Biologische Gefahren
Unbehandeltes Abwasser enthält hohe Konzentrationen an Bakterien, Viren und Parasiten. Diese können die Bodenflora schädigen und bei Kontakt mit Nutzpflanzen oder durch das Grundwasser Krankheiten auf Menschen und Tiere übertragen.
Chemische Belastung (Exfiltration)
Es sind oft Stoffe wie Arzneimittelrückstände (z. B. Betablocker, Antibabypille, Paracetamol) oder Haushaltschemikalien, die im Boden kaum abgebaut werden. Diese Stoffe reichern sich an und können Ökosysteme langfristig schädigen.
Wenn kein Anschluss an die öffentliche Kanalisation besteht, gibt es in Deutschland drei gängige technische Abhilfen. Die Wahl hängt meist von den Bodenverhältnissen, dem verfügbaren Platz und den langfristigen Kosten ab.
Wie kann hier jeder Einzelne für eine Verbesserung beitragen?
Die Pflanzenkläranlage
Eine ökologische Alternative, die besonders robust bei schwankender Belastung ist.
- Funktionsweise: Das Abwasser durchläuft ein bepflanztes Schilfbeet mit Sand-Kies-Filtern. Mikroorganismen an den Pflanzenwurzeln reinigen das Wasser.
- Vorteil: Niedrigere Betriebskosten und nur eine Wartung pro Jahr.
- Nachteil: Hoher Flächenbedarf (ca. 4–5 m² pro Person).
- Wenig geeignet im trockenen Chaco
Die abflusslose Sammelgrube
Wenn eine Reinigung vor Ort nicht möglich oder genehmigungsfähig ist, bleibt die Sammlung.
- Prinzip: Ein komplett dichter Behälter (Beton oder Kunststoff) sammelt das gesamte Abwasser.
- Entsorgung: Sobald die Grube voll ist, muss sie von einem zertifizierten Entsorgungsunternehmen abgepumpt und zu einer Kläranlage transportiert werden.
- Kosten: Die Installationskosten sind niedrig, aber die laufenden Gebühren für das Abpumpen sind im Vergleich zu Kläranlagen sehr hoch
Die Kleinkläranlage (Dezentrale Entsorgung)
Dies ist die hochwertigste Lösung, bei der das Abwasser vor Ort biologisch gereinigt wird.
- Vollbiologische Anlagen (z. B. SBR-Anlagen): Das Abwasser wird in Kammern mechanisch und anschließend durch Mikroorganismen biologisch gereinigt. Das gereinigte Wasser darf danach oft in ein Gewässer eingeleitet oder versickert werden.
- Wartung: Solche Anlagen müssen in der Regel zweimal im Jahr gewartet werden.
Ein zertifizierter Anbieter ist hier die Fa. AGUATECNICA mit dem Produkt KLARO ONE, einem der führenden Anbieter weltweit. Die Anlagen von KLARO sind zertifiziert und arbeiten jahrelang problemlos.
Informationen auf aguatecnica.com.py oder unter WhatApp 0983 421 299
Wochenblatt















