Das Ende der 5-Tage-Woche im Büro? Daten zeigen klaren Trend zum Homeoffice

Asunción: Das hybride Arbeiten festigt sich im Jahr 2025 als eine der tragenden Säulen des paraguayischen Arbeitsmarktes. Von 193 Unternehmen, die in der iRH-Studie zu Vergütung und Benefits 2025 untersucht wurden, gaben 37 % an, Homeoffice-Praktiken anzuwenden.

Giannina Pineda, Beratungsmanagerin bei Jobs, erklärte: „Von den insgesamt 193 erfassten Unternehmen geben 37 % an, über Homeoffice-Modelle zu verfügen.“ Sie präzisierte zudem, dass “65,2 % auf Unternehmen mit nationalem Kapital und 34,8 % auf Multinationale entfallen“. Diese Daten widerlegen die Vorstellung, dass Flexibilität ausschließlich ein Merkmal globaler Firmen sei; die Praxis hat sich auch in vielen lokalen Unternehmen institutionalisiert. Das vorherrschende Schema ist dabei: Drei Tage von zu Hause und zwei Tage im Büro.

Die Modalität wird jedoch nicht einheitlich angewandt. „Die Bereiche, in denen dieses Modell am häufigsten beobachtet wird, sind Verwaltung (30 %), Technologie (33 %) und Personalwesen (12 %)“, so Pineda. Der Sektor der technologischen Dienstleistungen konzentriert einen Großteil dieser Fälle.

Dieses 3×2-Muster findet sich auch in großen Organisationen wieder. Silvana Feliciangeli, Personalleiterin bei Unilever, betonte: „Mindestens zwei Tage pro Woche müssen alle Mitarbeiter ins Büro kommen.“ Das Unternehmen hatte dieses Schema bereits vor der Pandemie institutionalisiert.

Der Wandel ist längst keine Reaktion auf einen Gesundheitsnotstand mehr. Heute ist er eng mit Produktivität, Unternehmenskultur und Talentakquise verknüpft. Pineda merkte an, dass “Bewerber in vielen Fällen direkt nachfragen, ob die vakante Stelle ein hybrides Arbeitsmodell ermöglicht“.

Laut Feliciangeli basiert das Modell auf einer klaren Logik: „Wir möchten, dass die Mitarbeiter ihre Arbeitsweise selbst wählen, solange sie die Unternehmensregeln respektieren und die geschäftlichen Anforderungen ausbalancieren.“ Die Kontinuität des hybriden Modells bei Unilever sei das Ergebnis eines Gleichgewichts zwischen Flexibilität und Leistung. „Flexibilität geben, egal von wo aus gearbeitet wird, aber die Ziele klar definieren“, sagte sie. Das Unternehmen berichtet von einer jährlichen Fluktuation von weniger als 5 % und sieht das Modell als entscheidendes Werkzeug zur Mitarbeitergewinnung.

Wochenblatt / Forbes Paraguay / Beitragsbild Archiv

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