Es wird eine umgehende Sperre für Kylian Mbappé wegen Diskriminierung eines paraguayischen Spielers gefordert: „Mindestens zehn Spiele“

Philadelphia: Eine neue Kontroverse begleitet Kylian Mbappé mitten bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. In den vergangenen Stunden verbreitete sich in den sozialen Netzwerken ein Video, in dem der französische Stürmer nach Angaben einiger Nutzer den paraguayischen Spieler Junior Alonso vulgär beleidigt haben soll.

Die Aufnahmen lösten eine intensive Debatte aus – eine offizielle Bestätigung für das, was Mbappé gesagt haben soll, liegt jedoch nicht vor. Die Deutung basiert auf Lippenlesen durch Nutzer in den sozialen Medien, eine Methode, bei der sich der genaue Inhalt einer Äußerung nicht mit Sicherheit feststellen lässt.

Was diejenigen sagen, die eine Sperre für Mbappé fordern

Nach der Veröffentlichung des Videos gehen mehrere Nutzer davon aus, dass der Angreifer folgenden Satz geäußert haben soll: „Du bist aus Paraguay, LCDTM“. Bitte die Abkürzung bei Google eingeben, wenn Sie sie nicht verstehen.

Auf Grundlage dieser Deutung verlangen einige eine Bestrafung. Sollte er tatsächlich die Nationalität des Gegners im Rahmen einer Beleidigung verwendet haben, könnte dies nach Artikel 15 des Disziplinarreglements der FIFA als diskriminierendes Verhalten eingestuft werden. Dieser Artikel sieht Sanktionen für Handlungen vor, die auf Rasse, Nationalität, Religion, Geschlecht oder anderen geschützten Merkmalen beruhen.

Bislang hat die FIFA keine Stellungnahme abgegeben, noch hat sie bestätigt, dass eine Untersuchung zu dem Vorfall eingeleitet wurde. Es gibt auch keine offiziellen Belege dafür, welche Worte der französische Spieler genau verwendet hat.

Was Artikel 15 des FIFA-Disziplinarreglements besagt

Artikel 15 des Reglements sieht Sanktionen für Personen vor, die sich im Rahmen eines offiziellen Wettbewerbs diskriminierend verhalten.

Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehört eine Sperre von mindestens zehn Spielen oder von vier Monaten für Spieler oder Offizielle, die einer solchen Verfehlung für schuldig befunden werden.

Zusätzlich sieht die Regelung ein dreistufiges Vorgehen vor: Bei diskriminierenden Handlungen können Schiedsrichter ein Spiel unterbrechen, vorläufig anhalten oder ganz abbrechen.

Allerdings ist für die Verhängung solcher Sanktionen eine Untersuchung und eine förmliche Entscheidung durch die Disziplinargremien der FIFA erforderlich.

Wochenblatt / Radio Mitre ARG

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