Asunción: Während die Welt laut dem europäischen Klimadienst Copernicus einen der fünf wärmsten Februarmonate seit Aufzeichnungsbeginn erlebte, wächst auch in Südamerika die Sorge über die langfristigen Folgen dieser Erwärmung.
Weltweit lagen die Temperaturen im vergangenen Monat 1,49 °C über dem vorindustriellen Niveau – ein Schwellenwert, der auch das paraguayische Ökosystem zunehmend unter Druck setzt.
Extreme Hitze und maritime Rückkoppelung
Obwohl Paraguay kein Meerzugang hat, beeinflussen die Rekordtemperaturen der Meeresoberflächen (der zweithöchste Wert für einen Februar überhaupt) das kontinentale Wetter massiv. Warme Ozeane verändern die Luftströmungen, was in der Region oft zu extremen Hitzewellen oder unvorhersehbaren Niederschlagsmustern führt. Während Westeuropa mit Fluten kämpfte, spürte man in Teilen Südamerikas und Zentralasiens die Auswirkungen der überdurchschnittlichen Erwärmung besonders deutlich.
Die Arktis schmilzt, der Chaco schwitzt
Der Bericht zeigt zudem, dass das arktische Meereis um 5 % unter dem Durchschnitt lag – der drittniedrigste Stand der Geschichte. Diese globalen Veränderungen haben direkte Auswirkungen auf das regionale Klima in Paraguay. Fachleute warnen, dass das Ausbleiben der globalen Abkühlung durch das Eis die Intensität der Sommer im Chaco und im Osten des Landes verschärfen kann.
Lokale Auswirkungen: Landwirtschaft und Flüsse
Die von Forschern bestätigte Zunahme extremer Wetterereignisse, die zuletzt in Spanien und Marokko zu Katastrophen führten, ist auch für Paraguay ein Warnsignal. Für ein Land, dessen Wirtschaft stark von der Landwirtschaft und der Wasserkraft abhängt, bedeuten solche globalen Trends:
-Instabile Erntezyklen durch unvorhersehbare Hitzeperioden.
-Herausforderungen für die Schifffahrt, da die Pegelstände der großen Flüsse direkt von den großräumigen Klimamustern beeinflusst werden.
Der Copernicus-Monitor macht deutlich: Der Klimawandel ist keine Theorie der fernen Arktis, sondern beeinflusst die tägliche Realität der Produktion und Sicherheit in Ländern wie Paraguay.
Wochenblatt / AFP / El Nacional















