Asunción: Eine erste Gruppe lateinamerikanischer Migranten, die in den Vereinigten Staaten nicht zugelassen wurden, ist in ihre Herkunftsländer zurückgekehrt. Dabei diente Paraguay als sicherer Drittstaat. Dies geschah im Rahmen einer im vergangenen Februar unterzeichneten Absichtserklärung zur Migration zwischen beiden Regierungen, wie der Leiter der nationalen Migrationsbehörde, Jorge Kronawetter, mitteilte.
Freiwillige Rückreise und Logistik
Von den insgesamt 16 Migranten, die vor einer Woche aus den USA in Paraguay eintrafen, haben vier das Land bereits gestern verlassen. Die Flüge wurden von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) finanziert.
„Geplant war die Abreise von fünf Personen, aber ein Flug wurde storniert; der nächste startet heute“, fügte Kronawetter hinzu. Er stellte klar, dass es sich bei den 16 Personen um Staatsangehörige aus Bolivien, der Dominikanischen Republik, Ecuador und El Salvador handelt.
Der Behördenleiter betonte zudem, dass die Migranten „freiwillig“ den Wunsch geäußert hätten, Paraguay zu verlassen. Grundsätzlich hätten sie die Option gehabt, auf paraguayischem Boden zu bleiben, sofern sie die geltenden Migrationsregeln erfüllt hätten.
Hintergrund des Abkommens
Am 23. April hatte Paraguay angekündigt, als sicherer Drittstaat zu fungieren, um monatlich maximal 25 von den USA abgelehnte Migranten bei ihrer Rückführung zu unterstützen.
Unterstützung: Die IOM begleitet den Prozess und übernimmt die Kosten für die humanitäre Soforthilfe, einschließlich Unterkunft, Verpflegung und medizinischer Notfallversorgung.
Das Abkommen: Bereits im August hatten die USA und Paraguay ein Abkommen unterzeichnet, das es Washington ermöglicht, Asylsuchende an das südamerikanische Land zu verweisen.
Ziel: Laut dem paraguayischen Außenministerium soll die Kooperation die Analyse und Bearbeitung von Schutzanträgen stärken und die Rückführung in die jeweiligen Heimatländer oder in einen gewählten Drittstaat erleichtern.
Kritik an dem Abkommen gab es jedoch auch: Einige Stimmen warfen der Regierung vor, sich den USA gegenüber „kleinlaut“ zu verhalten.
Wochenblatt / Última Hora














