Grünes Gold: Wie Superfoods zum neuen Exportschlager werden könnten

Asunción: Paraguay besitzt ein enormes Potenzial für die Produktion von Superfoods, doch Experten betonen, dass die Entwicklung dieser Sektoren vorangetrieben werden muss.

Héctor Cristaldo, Präsident der Union der Produktionsverbände (UGP), erklärte, dass dies einen Prozess erfordere, der viel Arbeit, den Einsatz von Technologie und die Integration in die Wertschöpfungskette umfasst.

Was sind Superfoods?

Dabei handelt es sich um Lebensmittel mit einer besonders hohen Konzentration an gesundheitsfördernden Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralien, Antioxidantien, Ballaststoffen oder gesunden Fetten. Viele traditionelle Produkte der Region fallen in diese Kategorie, darunter Quinoa, Chia oder Açaí, die derzeit auf dem internationalen Markt für Bioprodukte und gesunde Ernährung extrem gefragt sind.

Vom Hobbyanbau zur Professionalisierung

Laut Cristaldo ist das Potenzial im Obstbau noch weitgehend ungenutzt. Er sieht die Herausforderung vor allem in der Ausbildung und der Kultur des Umgangs mit diesen Früchten. Bisher wird der Anbau oft wenig professionell oder lediglich als Freizeitbeschäftigung betrieben; viele Bereiche sind noch völlig unerforscht.

„Pflanzen sind Lebewesen mit biologischen Bedingungen. Sie müssen mit Technologie bearbeitet werden, um sie an das Land und insbesondere an unsere klimatischen Bedingungen anzupassen, damit die Produktion effizient wird“, so Cristaldo.

Er zog einen Vergleich zum Weizen: Erst nach einer politischen Entscheidung im Jahr 1967 und jahrzehntelanger Forschung fand man in den 90er Jahren Sorten, die dem Klima standhielten. Heute ist Paraguay beim Weizen Selbstversorger und Exporteur. Ein ähnlicher Prozess sei nun für Superfoods nötig:

-Passende Sorten für das paraguayische Klima finden.

-Genetische Verbesserung durch Technologie (Expertise im Privatsektor vorhanden).

-Aufbau einer vollständigen Wertschöpfungskette (Produzenten, Verarbeiter, Exporteure).

Superfoods mit dem größten Potenzial

Paraguay verfügt bereits über günstige natürliche Bedingungen für:

-Chia und Sesam: Beide haben bereits eine relevante Präsenz im Export.

-Stevia: Der natürliche Süßstoff stammt ursprünglich aus Paraguay.

-Moringa: Geschätzt für den hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralien.

-Açaí und Pitaya (Drachenfrucht): Funktionale Lebensmittel, die das paraguayische Angebot auf Gesundheitsmärkten erweitern könnten.

Wochenblatt / Forbes Paraguay

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