Asunción: Der Präsident der ANDE warnte davor, dass die aktuelle Tarifstruktur die Betriebskosten nicht deckt. Er wies darauf hin, dass ohne eine schrittweise Anpassung, die sich an Großverbraucher richtet, die Kontinuität der Stromversorgung ernsthaft gefährdet sein könnte.
Félix Sosa, Präsident der staatlichen Elektrizitätsverwaltung (ANDE), warnte, dass die derzeitige Tarifstruktur “es nicht erlaubt, die Systemkosten zu decken, und das Land ohne eine Anpassung der Tarife Stromausfällen ausgesetzt ist“. Er erklärte, dass die aktuellen Einnahmen nicht ausreichen, um den Betrieb aufrechterhalten und notwendige Investitionen in die Infrastruktur tätigen zu können.
Sosa betonte, dass der geltende Tarif nicht auf technischen, sondern auf politischen Kriterien beruhe, was die Fähigkeit des staatlichen Unternehmens einschränke, den Stromdienst effizient aufrechtzuerhalten. In seinen Worten: „Eine schrittweise Anpassung ist unerlässlich, um die Kontinuität der Versorgung zu gewährleisten und zu verhindern, dass die Bevölkerung im Dunkeln sitzt.“
Der Leiter der ANDE hob hervor, dass die größte Herausforderung darin bestehe, die finanzielle Nachhaltigkeit des Unternehmens mit dem Schutz der schwächsten Sektoren in Einklang zu bringen. Daher würden sich die Anpassungen hauptsächlich gegen Großverbraucher richten, während etwa 90 % der Privatkunden von einer sofortigen Erhöhung ausgeschlossen blieben.
Sosa warnte zudem, dass die jahrelang ausgebliebene Aktualisierung der Tarife zu einer Kluft zwischen den tatsächlichen Kosten der Dienstleistung und den Einnahmen der Institution geführt habe. Dies gefährde die Durchführung strategischer Projekte für das nationale Stromnetz.
Abschließend versicherte der Präsident der ANDE, dass jede eventuelle Erhöhung schrittweise und transparent umgesetzt werde. Ziel sei es, das System aufrechterhalten, ohne die Mehrheit der Bevölkerung in einem Kontext steigender Energienachfrage erheblich zu belasten.
Wochenblatt / Mas Encarnación / Beitragsbild Archiv















